Hollywood-Star Alec Baldwin erschießt Kamerafrau

Pyrotechniker erklärt: Vermute, "dass echtes Projektil rausgekommen ist aus der Waffe"

23. Oktober 2021 - 9:22 Uhr

Video: Pyrotechniker beantwortet Fragen zum Alec-Baldwin-Drama in den USA

Die ganze Filmindustrie steht unter Schock! US-Schauspieler Alec Baldwin hat bei Dreharbeiten die Kamerafrau Halyna Hutchins mit einer Filmpistole erschossen und Regisseur Joel Souza (48) verletzt. Doch wie konnte es dazu kommen? Und ist das auch in Deutschland möglich? Diese Fragen beantwortet Pyrotechniker Moritz Hummig im Video.

Pyrotechniker zum Alec-Baldwin-Drama: So gefährlich sind Schusswaffen am Set

Es ist eine unfassbare Tragödie! Einer der bekanntesten Hollywood-Schauspieler tötet aus Versehen eine Kamerafrau am Set seines neuen Films "Rust". Nach ersten Erkenntnissen dachte Baldwin, dass die Requisiten-Waffe niemanden verletzten könnte. Ein fataler Gedanke, der ein Menschenleben kostete.

Kann das auch in Deutschland passieren? Das fragt RTL-Moderatorin Jana Azizi den Pyrotechniker in unserer Sondersendung zum Alec-Baldwin-Drama. "Das ist nicht möglich", erklärt Hummig. Er weiß genau, welche Waffen hierzulande bei Dreharbeiten genutzt werden. "Bei den in Deutschland zugelassenen Waffen ist der Lauf zu." Außerdem dürfen keine echten Waffen genutzt werden und man darf auch nicht auf Schauspielerkollegen zielen, sagt er.

Vielleicht wurde eine echte Waffe am Set benutzt

Wie der Umgang mit Filmwaffen in den USA ist, weiß er nicht. Er könnte sich aber vorstellen, dass dort wegen des Effekts echte Waffen genutzt werden könnten, die dann mit Platzpatronen geladen sind. "Es kann immer passieren, dass diese durch irgendwelche Umstände verwechselt und vielleicht echte Patronen genommen wurden", sagt Hummig.

Und er sollte Recht behalten. Wie am Freitag bekannt wird, war die Filmpistole, mit der Alec Baldwin geschossen hatte, tatsächlich mit scharfer Munition geladen.

(mor)