„Ich fragte mich immer wieder, wann dieser Albtraum enden würde"

Bittere Warnung einer Mutter: "Leuchten" im Auge entpuppt sich als Krebs

Mutter entdeckt "Leuchten" im Auge ihrer Tochter
Tochter Amber hat eine seltene Form von Krebs.
Jam Press

Für Eltern ist es das Schrecklichste, wenn das eigene Kind schwer erkrankt. Das mussten Pippa und Glenn Branch aus Essex in England am eigenen Leib erfahren. Ihre Tochter hatte eine seltene Krebsart. Alles begann mit einem vermeintlich harmlosen Schielen. Jetzt warnen die Eltern der kleinen Amber andere Eltern.

Lese-Tipp: Warum Sie jetzt dringend die Augen Ihres Kindes checken lassen sollten

Retinoblastom führt zu "Leuchten" im betroffenen Auge

Pippa Branch berichtet NeedToKnow.Online von dem traumatischen Erlebnis: Ihre sechsjährige Tochter hatte eine seltene Form von Krebs. Alles fing mit einem Schielen an. Den Eltern fiel auf, dass Amber mit einem Auge schielte, wenn sie müde war. Sie beschlossen mit ihr zum Arzt zu gehen. Zunächst gab es Entwarnung, der Arzt hielt das Schielen für harmlos. Doch es sollte nicht dabei bleiben. Ein paar Monate später entdeckten Pippa und Glenn ein Leuchten im linken Auge ihrer Tochter. Dies fiel besonders beim Baden und auf Fotos auf.

Lese-Tipp: Seltsames Schimmern verrät Augenkrebs: Fotos retten Ryder (heute 5) das Leben

Im Januar 2018 suchten sie deshalb einen Augenarzt auf. Es folgte der schlimmste Schock für die Mutter, als sie vom Augenkrebs erfuhr: „Ich fühlte mich krank und hatte schreckliche Angst, da ich den Begriff Retinoblastom noch nie zuvor gehört hatte und ich nicht wusste, womit wir es zu tun haben“, erzählt Pippa gegenüber NeedToKnow.Online. Ein Retinoblastom ist ein bösartiger Tumor in der Netzhaut des Auges.

„Es war, als würde man in einem Zug sitzen und nicht mehr aussteigen können"

Für Pippa war dies die härteste Zeit ihres Lebens: „Es war, als würde man in einem Zug sitzen und nicht mehr aussteigen können - der beste Weg, das zu überstehen, war also, weiterzumachen.“ Amber erhielt in den ersten drei Monaten nach der Diagnose sechs Mal eine Chemotherapie. Nach den ersten beiden Runden hatte der Tumor aufgehört zu wachsen.

Lese-Tipp: Horror-Diagnose: Trübes Auge bei AJ (5) entpuppt sich als Krebs!

Obwohl sich ihr Zustand zunächst verbesserte, kam im Oktober 2019 die Hiobsbotschaft: Der Krebs war zurück. „Ich fragte mich immer wieder, wann dieser Albtraum enden würde und wie es aussehen würde, wenn alles vorbei ist", erinnert sich Pippa.

Lese-Tipp: Rocky (2) verlor durch den Krebs ein Auge

"Kleine Superheldin" ist nun über ein Jahr krebsfrei

Die Ärzte änderten irgendwann die Art der Chemotherapie. So setzten sie eine intra-arterielle Chemotherapie bei Amber ein. Diese wurde durch den Oberschenkel verabreicht und ermöglichte eine direktere Form der Behandlung des Auges. Nach drei Sitzungen war keine Behandlung mehr nötig.

Seit März 2022 ist sie schon ein Jahr krebsfrei. Die Familie ist über den Therapieerfolg überglücklich: „Sie ist ein widerstandsfähiges Kind, das wir unsere 'kleine Superheldin' nennen, denn das ist sie für uns auch“, so Mama Pippa. (pdr)

Lese-Tipp: So erkennen Sie Augenkrebs bei Ihrem Kind! Wie ein Blitzlichtfoto dem kleinen Jaxson das Leben rettete