„Es gibt Verdächtige“Elly W. (20) lag tot vor Toilettengebäude - Fall nun als Tötungsdelikt eingestuft

Sie wollte Meeresbiologin werden, hatte viele Träume.
Doch mit gerade mal 20 Jahren endet ihr Leben, vermutlich auf grausame Weise! Was ist mit Elly W. passiert? Diese Frage quält ihre Familie seit sieben Jahren. 2016 war die junge Frau aus Melbourne (Australien) als Freiwillige für ein Meeresschutzprogramm nach Mosambik in Afrika aufgebrochen und kehrte nie mehr zurück. Ihre Leiche wurde von einheimischen Fischern vor einem Toilettengebäude in der Nähe des Hotels gefunden, in dem sie wohnte.
Elly W. (20) lag mit dem Gesicht nach unten im Sand, die Unterwäsche über die Knie gelegt
Rückblick: Elly W. ist am Abend des 8. November 2016 mit Freunden von der Casa Barry Beach Lodge unterwegs. In wenigen Tagen würde sie zurück nach Hause reisen. Doch so weit kommt es nicht: Ein Mann beobachtet, wie sie nach 2 Uhr morgens vom Pariango Beach Motel in Richtung des Tofo De Mar Hotels geht. Drei Stunden später finden Fischer sie tot auf, mit dem Gesicht nach unten liegt sie im Sand, ihre Unterwäsche um die Knie gelegt. Über den Fall berichteten auch zuletzt zahlreiche australische Medien.
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Die Ermittlungen geraten nach und nach ins Stocken, vieles sei damals nicht richtig untersucht worden, so der Vorwurf. Einige Informationen wurden von afrikanischen Behörden offenbar auch nicht an die australische Bundespolizei weitergegeben. Jahrelang kämpft Ellys Familie darum, die Wahrheit herauszufinden – sie finanzierten einen Privatdetektiv, ihr Vater Paul reiste sogar selbst nach Mosambik, um zu ermitteln.
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Fall als Tötungsdelikt eingestuft – Foto deutet auf Kampf hin
Erst sieben Jahre später wurde ihr Tod nun aber von den afrikanischen Behörden als Tötungsdelikt eingestuft. Bei der Obduktion von Ellys Leiche wurde in ihrer Lunge Sand gefunden – dies spreche dafür, dass sie erstickt war. Doch offenbar wurde damals nicht umfassend ermittelt, so wurde beispielsweise kein Bluttest auf Alkohol durchgeführt und auch kein Genitalabstrich, um zu untersuchen, ob Elly W. möglicherweise vergewaltigt wurde. Laut dem australischen Nachrichtenportal News.com.au schien Ellys Körper aber bewegt worden zu sein. So war der Sand, den man in ihrem Hals fand, goldgelb – nicht aber schwarz, wie die Sandkörner, die es am Toilettenblock gab. Zudem hatte ein Fischer ein Foto gemacht, dass angeblich auf einen Kampf hindeutete.
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Ermittlungen zum Tod von Elly W. (20) aus Australien – „Sie haben einige Verdächtige“
Inzwischen gerät der Fall also wieder ins Rollen. „Wir sind jetzt wahrscheinlich hoffnungsvoller als je zuvor, dass jemand angeklagt werden könnte“, sagt Ellys Vater Paul W. im Interview mit Nine News. Und: „Sie haben Verdächtige.“
In einem nächsten Schritt muss nun ein Richter die Beweise aus Mosambik durchsehen – im besten Fall wird weiter ermittelt. Paul W. hofft, dass die Fallakte nun aus Mosambik herausgegeben wird. Für Ellys Familie wäre es jedenfalls ein lang ersehnter Abschluss, wenn der Fall endlich geklärt werden könnte. (ibü)


