Mutter und Geschwister in absoluter LebensgefahrStundenlanger Kampf im Meer! Teenager (13) rettet seine Familie

Er schwimmt um IHR Leben!
Erst schwimmt ein 13-Jähriger vier Stunden durch raue See, dann läuft er noch zwei Kilometer zu Fuß: Mit letzter Kraft alarmiert er in Australien die Behörden – weil seine Mutter und seine Geschwister auf dem offenen Meer treiben und gegen das Ertrinken kämpfen. Ein Heldenakt gegen Wind und Wellen!
Mitten im haiverseuchten Meer ohne Rettungsweste
Die Familie ist während ihres Urlaubs in Quindalup, rund 250 Kilometer südlich von Perth, am Freitag (30. Januar) in der Geographe Bay im Süden Westaustraliens mit Paddelboards und Kajaks unterwegs, als starke Winde ihre Schlauchboote vom Kurs abbringen, teilte die Polizei den Medien mit.
Lese-Tipp: Surfer (68) wird nach 30 Stunden im Meer gerettet
Der 13-jährige Sohn der Familie sieht nur einen Ausweg: Er muss Hilfe holen. Er beginnt, zurück zum Ufer zu paddeln, um Alarm zu schlagen, aber sein Kajak läuft unterwegs mit Wasser voll – also schwimmt er die restlichen vier Kilometer. Die ersten zwei mit Schwimmweste, doch er kommt zu langsam voran. Also schwimmt er die letzten zwei ohne! Das Meer vor Westaustralien ist bekannt für ein hohes Vorkommen an Haien.
Nachdem er erschöpft den Strand erreicht, bricht er kurzzeitig zusammen – läuft dann jedoch noch rund zwei Kilometer weiter, um ein Telefon zu erreichen und den Notruf abzusetzen.
Im Video: Totes Mädchen von Bondi Beach! Jetzt sprechen die Eltern von Matilda (10)
„Übermenschliche” Leistung des Jungen
Die Aktion bringt den Jungen in eine lebensgefährliche Situation, hätte er sich verirrt oder ihn die Kräfte verlassen, hätte er sterben können. Aber sein Wille, die Familie zu retten, überwiegt. „Die Tapferkeit, Stärke und der Mut dieser Familie waren außergewöhnlich, insbesondere der des jungen Mannes, der vier Kilometer schwamm, um Alarm zu schlagen“, so ein Sprecher der Volunteer Marine Rescue Group in Australien.

Der Leiter der „Naturaliste Marine Rescue”, Paul Bresland, spricht von einer „übermenschlichen” Leistung des Jungen. Den Behörden gibt er nämlich anschließend auch noch eine präzise Beschreibung der verwendeten Kajaks und Paddleboards.
Vier Stunden braucht der Jugendliche. Am Freitagabend um 18 Uhr Ortszeit kann er an Land Alarm schlagen, was eine groß angelegte Suche nach seiner vermissten Familie am Quindalup-Strand auslöste, teilte die Polizei von Westaustralien am Montag in einer Erklärung mit.
Familie treibt 14 Kilometer weit entfernt
Dann endlich das Happy End: Die 47-jährige Mutter des Jungen, ihr anderer Sohn (12) und ihre Tochter (8) werden gegen 20.30 Uhr von einem Rettungshubschrauber entdeckt, als sie sich etwa 14 Kilometer vor der Küste an ein Paddelboard klammern und sich seit Stunden in aufgewühlter See über Wasser halten. Ein Rettungsboot brachte sie sicher an Land.
Die Familie sei dann in einem Krankenhaus noch mal durchgecheckt worden. Sie sind gerettet – und das alles nur dank des mutigen 13-Jährigen! (cau)
Verwendete Quellen: BBC, DPA



