Im Thailand-Urlaub vergewaltigt und ermordet

Lebenslang statt Todesstrafe für Mörder der deutschen Touristin Miriam B. (†26)

Vor laufender Kamera hatte Ronnakorn R. (25) gestanden, die deutsche Touristin Miriam B. (†26) vergewaltigt und ermordet zu haben.
Vor laufender Kamera hatte Ronnakorn R. (25) gestanden, die deutsche Touristin Miriam B. (†26) vergewaltigt und ermordet zu haben.
© Privat / Bangkok Post

24. Februar 2021 - 14:45 Uhr

Berufungsprozess: Strafe für Miriam B.s Mörder umgewandelt

Vor laufender Kamera hatte Ronnakorn R. (25) gestanden, die deutsche Touristin Miriam B. (†26) auf der Insel Ko Si Chang Anfang April 2019 vergewaltigt und ermordet zu haben. Drei Monate danach wurde der Thailänder wegen der grausamen Tat zum Tode verurteilt. Doch nun wurde das Urteil in einem Berufungsprozess in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt.

Ihr Thailand Urlaub wurde Miriam B. zum Verhängnis

Bangkok
Zur Begründung für die Umwandlung in eine Gefängnisstrafe gab das Gericht in Chon Buri an, der Verdächtige habe die Tat gestanden.

Zur Begründung für die Umwandlung in eine Gefängnisstrafe gab das Gericht in Chon Buri an, der Verdächtige habe die Tat gestanden, nachdem die Ermittler ihm Aufnahmen von Sicherheitskameras vorgespielt hätten, die den Mann in der Nähe des Tatorts zeigten. Dies ging aus der Urteilsbegründung hervor.

Die 26-jährige Miriam B. aus Hildesheim in Niedersachsen war für einen Urlaub Ende März 2019 nach Thailand geflogen. Am nächsten Tag war sie mit einem Boot zu der Insel Ko Si Chang gefahren, etwa 75 Kilometer von der Hauptstadt Bangkok entfernt. Dort wollte sie mit einem Roller die Gegend erkunden. Die junge Frau hatte vor, zu einem kleinen buddhistischen Tempel hochzulaufen, doch dort kam sie nie an. Stattdessen lief die Touristin ihrem Mörder Ronnakorn R. in die Arme. Erst vergewaltigt er die junge Frau und tötet sie anschließend, um die Tat zu vertuschen.

Selbst die Mutter des Mörders forderte die Todesstrafe für ihren Sohn

Im Berufungsprozess in Thailand wegen des Mordes an einer deutschen Touristin hat das Gericht die Todesstrafe für den Täter in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt.
Im Berufungsprozess in Thailand wegen des Mordes an einer deutschen Touristin hat das Gericht die Todesstrafe für den Täter in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt.
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Ein Blumenverkäufer sah den Mörder mit blutverschmiertem Hemd vom Tatort flüchten. Der 25-Jährige, der sein Geld mit dem Einsammeln von Müll verdiente, hatte angegeben, zum Zeitpunkt des Vorfalls unter Drogen gestanden zu haben. Berichten zufolge hatte der Mann sich darüber geärgert, dass die Touristin nicht mit ihm sprechen wollte. Er sei ihr gefolgt und habe sie an einem abgelegenen Ort überwältigt, hatte die Polizei nach der Tat mitgeteilt. Aus Angst, dass die Frau ihn anzeigen würde, habe er sie schließlich getötet.

Seine Mutter hatte er damals im thailändischen Fernsehen unter Tränen um Verzeihung gebeten. Sie fordert einem Bericht des "Daily Star" zufolge sogar die Todesstrafe für ihren eigenen Sohn. "Er hat die volle gesetzliche Bestrafung verdient und ich bin bereit, die Entscheidung des Richters zu akzeptieren", sagte sie laut dem Blatt.

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