Merz fordert von Pistorius grünes Licht für Kampfpanzer-Lieferung

Mit neuem Verteidigungsminister: Liefert Deutschland jetzt Panzer an die Ukraine?

ARCHIV - 27.01.2022, Bayern, Hohenfels: Ein Panzer der polnischen Armee vom Typ Leopard 2 steht während der internationalen Militärübung «Allied Spirit 2022» auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Hohenfels in einem Waldstück. Mit Helikoptern, Panz
Deutschland könnte Panzer vom Typ Leopard 2 in die Ukraine liefern. Grünes Licht gibt es aus der Bundesregierung dafür aber nicht.
awe kde wst, dpa, Armin Weigel

Deutschland könnte Panzer vom Typ Leopard 2 in die Ukraine liefern. Grünes Licht gibt es aus der Bundesregierung dafür aber noch nicht. Ändert sich die Haltung Deutschlands jetzt mit dem neuen Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius? Die Opposition fordert jetzt die Lieferung der Kampfpanzer von Pistorius. Auch andere prominente Stimmen fordert das.

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Merz mit Forderungen an den neuen Verteidigungsminister

Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat vom künftigen Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) grünes Licht für die Lieferung von deutschen Kampfpanzern vom Typ Leopard an die Ukraine gefordert. Die Union biete Pistorius die Zusammenarbeit an - „und wir können damit bereits übermorgen beginnen“, sagte der CDU-Vorsitzende. Nach der Vereidigung von Pistorius werde es an diesem Donnerstag eine Debatte über einen Unionsantrag zu Lieferung solcher Panzer an die Ukraine geben. „Wir hoffen sehr, dass der neue Bundesverteidigungsminister dann auch klar zu erkennen gibt, dass er diesen Weg gehen will“ - zusammen mit den Partnern in Nato und EU.

Pistorius komme nicht aus der Verteidigungspolitik, „er wird sich hier einarbeiten müssen. Aber er hat Erfahrung in der Führung eines Ministeriums, wenn auch nur in der Landespolitik“, sagte Merz. „Wir geben ihm hier keinen Vorschuss, aber wir begleiten es auch nicht nur mit Kritik.“ Das Verteidigungsministerium sei „in der gegenwärtigen Lage mit Krieg in Europa vielleicht das wichtigste Amt, das in der Bundesregierung nach dem Bundeskanzler ausgeübt wird“.

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RTL-Forsa-Umfrage: Bundesbürger in Panzer-Debatte gespalten, Zustimmung für Lieferung steigt

Die Bundesbürger sehen die Lieferung von Kampfpanzern an die Ukraine aktuell gespalten. Laut dem aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer sprechen sich 46 Prozent der Befragten für die Lieferung der Panzer aus, genauso viele aber auch dagegen. Vergangene Woche waren es noch 38 Prozent für und 55 Prozent gegen eine Lieferung.

Unter den Parteianhängern sieht es ähnlich aus: 51 Prozent der SPD-Anhänger für eine Lieferung der modernen Panzer aus. Auch die Anhänger der Grünen (63 Prozent), der FDP (62 Prozent) und der Unionsparteien (54 Prozent) sind mehrheitlich dafür.

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Informationen zur Forsa-Umfrage:

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL und ntv vom 13. bis 16. Januar 2023 erhoben.

Datenbasis: 1.003 Befragte

Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

Weitere Informationen zu Forsa

Forsa-Umfragen im Auftrag von RTL Deutschland.

Wladimir Klitschko: Neuer Verteidigungsminister muss Ukraine ohne Zögern helfen

ARCHIV - 01.04.2022, Berlin: Der frühere Boxweltmeister Wladimir Klitschko am Rande seines Besuchs in Berlin bei Treffen mit mehreren deutschen Ministern. (zu dpa «Klitschko kritisiert Offenen Brief: «Blinder Pazifismus gefährlich»») Foto: Kay Nietfe
Wladimir Klitschko
nie tba pil flm, dpa, Kay Nietfeld

Der ehemalige ukrainische Boxweltmeister Wladimir Klitschko fordert vom neuen Bundesverteidigungsminister schnellere Hilfen und Waffenlieferungen für sein Land. „Man schafft Frieden leider – aber in einem Krieg ist es so – nur mit Waffen.“ Das sagte Klitschko im Interview mit RTL und ntv auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. In einem Krieg gehe es nur „um den Erfolg an der Frontlinie“. Bisher hätten die Hilfen und Waffenlieferungen westlicher Staaten zu lange auf sich warten lassen. Zudem müsse Russland international komplett isoliert werden, sagte Klitschko.

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