Sie war am Wochenende auf einer Hochzeitsfeier eingeladen

Messerangriff in Würzburg: Steffi W. (†24) wollte sich noch schnell ein Kleid kaufen

Auch die 24-jährige Steffi W. gehört zu den Opfern des Würzburger Messerangreifers.
Auch die 24-jährige Steffi W. gehört zu den Opfern des Würzburger Messerangreifers.
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30. Juni 2021 - 8:19 Uhr

24-Jährige wird beim Einkaufsbummel angegriffen

Die 24 Jahre alte Steffi W. wollte sich in Würzburg noch schnell ein neues Kleid kaufen. Sie war am Wochenende auf einer Hochzeitsfeier eingeladen. Doch die Shopping-Tour am späten Freitagnachmittag endete in einem Blutbad. Ein 24-Jähriger ging in der Innenstadt mit einem Messer auf mehrere Passanten los. Steffi W. überlebte die Attacke nicht.

Hochzeitspaar sagte die Feier nach Steffi W.s Tod ab

Nach RTL-Informationen kommt die 24-Jährige ursprünglich aus einem Dorf im Spessart, lebte aber inzwischen mit ihrem Freund in Würzburg. Nur Stunden bevor sie als Gast zu einer Hochzeitsfeier gehen sollte, wurde Steffi W. von dem Messerangreifer in Würzburg getötet. Das Brautpaar war so entsetzt, dass es die Feier daraufhin absagte, wie RTL-Reporter Karl Wirz erfuhr.

24-Jähriger Angreifer sticht wahllos auf Menschen in Würzburg ein

Die 49-jährige Christiane H. ist eines der Opfer des Würzburger Messerangreifers.
Die 49-jährige Christiane H. ist eines der Opfer des Würzburger Messerangreifers.
© RTL

Ein 24 Jahre alter Somalier hatte am Freitag in der Würzburger Innenstadt auf Passanten eingestochen und drei Frauen getötet. Unter den Opfern ist auch Christiane H. Ihr Sohn erzählte in einem Video, dass seiner Mutter von hinten die Kehle aufgeschlitzt worden sei. Seine kleine Schwester musste die Bluttat mitansehen. Sie wurde bei dem Angriff schwer verletzt. Zudem verletzte der Angreifer laut Polizei mit einem Messer drei weitere Frauen und einen Jugendlichen lebensgefährlich sowie einen Mann und eine weitere Frau leicht.

Das Motiv des Tatverdächtigen ist noch unklar. Er lebte von 2015 bis 2019 in Sachsen und geriet bereits damals ins Visier der Ermittlungsbehörden. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz ermittelte wegen gefährlicher Körperverletzung gegen ihn, wie ein Sprecher des Landeskriminalamtes Sachsen sagte. Es habe sich um eine körperliche Auseinandersetzung in einer Asylunterkunft gehandelt. Die Ermittlungen seien eingestellt worden, da die Betroffenen den Tathergang unterschiedlich dargestellt hätten.

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Passanten versuchen, Messerangreifer zu stoppen

Passanten hatten den Mann noch vor seiner Festnahme gefilmt, wie er mit einem Messer in der Hand und barfuß durch die Stadt lief. In den im Netz verbreiteten Clips war zu sehen, wie Menschen versuchen, ihn zu überwältigen. Drei von ihnen waren Michi, Elvis (19) und Dietrich (21). Die Freunde kamen gerade aus der Sparkasse am Würzburger Barbarossaplatz, als sie fassungslos zusehen mussten, wie der 24-Jährige auf die Passanten losging. Sie stellten sich ihm mit allen Mitteln in den Weg. (jgr/sbl)