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Merz betont bei Kiew-Treffen mit Klitschko-Brüdern: "Auf unserem Land ruhen viele Hoffnungen"

Gemeinsame Pressekonferenz von Friedrich Merz und Vitali Klitschko in Kiew

Merz betont bei Klitschko-Treffen Deutschlands Verantwortung: "Auf unserem Land ruhen viele Hoffnungen"

Merz trifft Klitschko-Brüder in Kiew „Vielen Dank für ihren Besuch!"

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Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat bei seinem Besuch in der Ukraine die wichtige Rolle Deutschlands betont. „Auf unserem Land ruhen viele Hoffnungen“, erklärte er. Am Vorgehen des ukrainischen Botschafters Andrij Melnyk übte Merz vorsichtige Kritik. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko dankte Merz für seinen Besuch in der Ukraine. Die Aussagen können Sie im Video sehen.

Merz mit leichter Kritik an Melnyk: "Hilfe nicht unnötig schwer machen"

Merz zeigte sich bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Klitschko erschüttert“ über die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine. Es sei „völlig sinnlos und wahllos auf die Zivilbevölkerung geschossen worden“, sagte Merz. „Ich stehe noch mehr als letzte Woche dazu, dass wir eine solche Entscheidung getroffen haben. Das war richtig, wir müssen diesem Land weiter helfen“, betonte er.

Der CDU-Vorsitzende erklärte weiter, dass die Ukraine auf Deutschlands Unterstützung setze. „Auf unserem Land ruhen viele Hoffnungen“, sagte Merz. „Deutschland muss eine Führungsrolle in dieser Europäischen Union übernehmen.“

Am Vorgehen des ukrainischen Botschafters Andrij Melnyk äußerte Merz zudem vorsichtige Kritik: „Wir sollten rhetorisch auf ein Niveau kommen, dass wir uns die gegenseitige Hilfe nicht unnötig schwer machen“, antwortete er auf eine entsprechende Frage.

Lese-Tipp: Alle aktuellen Informationen rund um den Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit im Liveticker

Wladimir Klitschko kritisiert offenen Brief in Deutschland

Wladimir Klitschko hatte sich zuvor bereits in einem „Brief aus Kiew“ zu Wort gemeldet. Darin kritisierte der ehemalige Box-Weltmeister vor allem den offenen Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz, den Alice Schwarzer und weitere deutsche Prominente kürzlich veröffentlicht hatten .

„Blinder Pazifismus ist genauso gefährlich wie glückselige Kriegstreiberei. Diese Debatte erinnert unglücklicherweise an die Debatte in der Zwischenkriegszeit. Die sogenannten Pazifisten wollen gestern wie heute den Frieden um jeden Preis“, schrieb Klitschko. „Frieden um jeden Preis, aber um welchen Preis? Das absolut Gute ist nicht der Frieden, sondern die Freiheit und die Gerechtigkeit. Und um sie zu verteidigen, muss man kämpfen.“

„Was die Verhandlungen betrifft, so scheinen sie derzeit unmöglich zu sein. Die Russen sind lediglich bereit, nur über die Art und Weise zu diskutieren, wie sie die Ukraine unterwerfen und aufteilen werden“, so Klitschko weiter. „Also nein, mit Kannibalen kann man nicht an den Verhandlungstisch gehen.“ (jda)

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