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Mammutprozess um NSU-Terror: BGH spricht finales Urteil gegen Helfer des "Nationalsozialistischen Untergrund" André E.

Rechtsextreme Terrorserie juristisch abgeschlossen

Mammutprozess um NSU-Terror: BGH spricht finales Urteil

Bundesgerichtshof
Der Dritte Strafsenat des Bundesgerichtshof (BGH) mit den Richtern Stephan Anstötz, Carsten Paul, Jürgen Schäfer (Vorsitz), Johannes Berg und Helmut Kreicker.
deutsche presse agentur

Nach rechtsextremer Terrorserie des „Nationalsozialistischen Untergrunds“

Der Mammutprozess um die rechtsextreme Terrorserie des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) ist rechtskräftig abgeschlossen. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe bestätigte am Mittwoch die Strafe von zweieinhalb Jahren gegen NSU-Unterstützer André E. Alle anderen Urteile in dem Komplex, darunter auch die lebenslange Haft für Beate Zschäpe, sind schon rechtskräftig.

Was wusste NSU-Helfer André E.?

In der mündlichen Verhandlung in Karlsruhe vor knapp zwei Wochen ging es unter anderem um die Frage, ab wann E. von den Machenschaften des NSU gewusst haben soll. Der Bundesgerichtshof sah hier keine Probleme bei der Argumentation des Oberlandesgerichts, somit wird keine neue Verhandlung in München nötig. Dort war das Haftstrafen-Urteil gegen André E. gefallen.

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Der NSU war jahrelang mordend durch Deutschland gezogen. Opfer der Neonazi-Terrorzelle waren neun Gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft sowie eine Polizistin. Zschäpes Freunde Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt verübten zudem zwei Bombenanschläge mit Dutzenden Verletzten. Sie töteten sich 2011. (dpa/ swi)