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Magdeburg: Rassismus-Vorwürfe gegen Kaufland-Personal - indisches Paar beleidigt und rausgeworfen

"Du bist hier in unserem Land"

Rassismus-Eklat bei Kaufland: Indisches Paar von Personal rausgeworfen

Indisches Paar im Supermarkt beleidigt? Rassismus-Vorwurf
01:19 min
Rassismus-Vorwurf
Indisches Paar im Supermarkt beleidigt?

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Sie hätten nur verdorbene Milch umtauschen wollen

Einem üblen Rassismus-Verdachtsfall geht eine Kaufland-Filiale in Sachsen-Anhalt nach. Eine Frau namens Srruthi Lekha postete ein Video, das zeigt, wie sie und ihre Begleitung rüde aus dem Geschäft geworfen werden. Während der Mann ganz ruhig bleibt und sagt, "Don't touch her" (Fass' sie nicht an"), schubst ein aggressiver Wachmann ihn unsanft heraus. Dabei sind Stimmen zu hören, die "Raus jetzt", "Das gibt's doch wohl nicht", "Abmarsch" sagen. Angeblich wollte Srruthi Lekha nur Milch umtauschen, von der ihr und einem Freund schlecht geworden sei.

"So ein rassistisches und schändliches Verhalten ist nicht tolerierbar"

Wie sie schreibt, habe man ihr nach einer Diskussion 30 Euro als Entschädigung in Aussicht gestellt. Doch bevor sie das Angebot annehmen konnte, habe der Mitarbeiter einen Rückzieher gemacht und ihr gesagt, sie solle sich einen Anwalt nehmen. Als sie die Flasche mit der verdorbenen Milch als Beweismittel zurückhaben wollte, sei der Mann ausfallend geworden.

Dabei seien Äußerungen gefallen wie "fucking get out" (sinngemäß "Haut ab"), "You are in our country, you can't ask for compensation here") ("Du bist in unserem Land, du kannst hier nicht nach Ersatz fragen") und "You are in Germany" ("Du bist in Deutschland"). Ein dermaßen "rassistisches und schändliches Verhalten" sei nicht tolerierbar, schreibt Srruthi Lekha.

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Kaufland will Vorfall "intern aufarbeiten"

Kaufland
Kaufland-Reaktionbei Twitter.

Kaufland bestätigte den Vorfall auf RTL-Nachfrage und reagierte bei Twitter. Das Unternehmen habe "das Video irritiert zur Kenntnis genommen", heißt es. Kaufland sei "bunt und vielfältig". Man stehe für Vielfalt, Toleranz und Offenheit. "Rassismus & Diskriminierung verurteilen wir aufs Schärfste", so der Tweet weiter. Kaufland werde die Vorkommnisse "sofort intern aufarbeiten". (uvo)