Ein Virus hält die Welt in Atem

LIVE-TICKER Coronavirus - alle Infos und Entwicklungen vom 10. April 2020

11. April 2020 - 8:45 Uhr

Kampf gegen das Coronavirus

Mehr als hunderttausend Menschen sind in Deutschland inzwischen mit dem Virus infiziert. Krankenhäuser bereiten sich auf das Schlimmste vor. Wie lange aber wird der Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 dauern? Hier finden Sie die radikalen Maßnahmen der Bundesländer und hier alles von A bis Z, was Sie über das Coronavirus wissen müssen.​

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22:00 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte  Todesfälle
Deutschland 119.624 2.688
USA 486.490 18.022
Italien 147.577 18.849
Spanien 157.053 15.970
Frankreich 125.930 13.197
Großbritannien 74.605 8.958
weltweit 1.677.256 101.732

21:39 Uhr - Ausgangsverbot in 31 türkischen Städten

Die türkische Regierung hat wegen der Corona-Krise für dieses Wochenende ein Ausgangsverbot in 31 Städten verhängt. Das beinhaltete auch die größte Stadt des Landes, die Millionenmetropole Istanbul, bestätigte Gouverneur Ali Yerlikaya.

Einem Tweet des Innenministeriums zufolge sind auch die Hauptstadt Ankara sowie die Großstädte Izmir und Antalya betroffen. Das Verbot gelte ab Mitternacht und bis Mitternacht in der Nacht zum Montag. Ob und inwieweit es Ausnahmen von dem angekündigten Ausgangsverbot gibt, war zunächst unklar.

21:29 - Experten: Corona-Höhepunkt in USA noch nicht erreicht

A bed is seen set up in a temporary hospital located at the USTA Billie Jean King National Tennis Center before the press conference of New York City Mayor Bill De Blasio as the outbreak of the coronavirus disease (COVID-19) continues in the Queens b
Krankenstation in New York
© REUTERS, EDUARDO MUNOZ, EM/

Der Höhepunkt der Coronavirus-Krise ist in den USA nach Experteneinschätzung noch nicht erreicht. Die Koordinatorin der Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses, Deborah Birx sagte, die Bevölkerung habe sich die Richtlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte sehr zu Herzen genommen, und dies zeige Wirkung. Man dürfe aber nicht nachlassen mit den Bemühungen.

Der Immunologe und Präsidentenberater, Anthony Fauci, mahnte ebenfalls, trotz der Erfolge, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, sei es nicht an der Zeit nachzulassen. US-Vizepräsident Mike Pence rief die Amerikaner auf, den Richtlinien weiter zu folgen - auch trotz der Oster-Feiertage.

20:19 Uhr - Kind in Frankreich gestorben

In Frankreich ist ein an Covid-19 erkranktes Kind auf der Intensivstation gestorben. Das Kind sei jünger als zehn Jahre gewesen, die Todesursache erscheine aber "vielfältig", sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon.

19:39 Uhr - Italien verlängert Ausgangsverbote bis Mai

 Italy: Rome at the end of 4th week of COVID-19 A view of a empty Spanish step in Rome at the end of fourth week of national lock down against the sprad of the new coronavirus dubbed COVID-19. Roma Italy Italy Copyright: Giuseppex Pino xFama
Die Spanische Treppe in Rom wird noch für längere Zeit menschenleer bleiben.
© imago images/Pacific Press Agency, Giuseppe Pino Fama via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Die italienische Regierung verlängert die strikten Ausgangsverbote für die 60 Millionen Bürger um rund drei Wochen bis zum 3. Mai. Das sagte Regierungschef Giuseppe Conte. Die Maßnahmen gelten seit dem 10. März und waren bislang bis zum Ostermontag angeordnet.

Die Ausgangsbeschränkungen in Italien sind wesentlich strenger als in Deutschland. Die Menschen dürfen nur ausnahmsweise das Haus verlassen, etwa wenn sie zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen müssen. Dafür müssen sie eine schriftliche Bestätigung bei sich haben. Auch ein Großteil der Unternehmen ist geschlossen.

Insgesamt hat sich die Ansteckungswelle zuletzt verlangsamt. Trotzdem meldete der Zivilschutz am Freitag 570 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden. In Italien starben seit dem Beginn der Viruswelle im Februar fast 19.000 Infizierte.

18:49 Uhr - Sachsen will Quarantäne-Verweigerer einsperren

Wer sich in Sachsen nicht an die Maßnahmen des Gesundheitsamts zur Corona-Krise hält, kann ernste Probleme bekommen: Quarantäne-Verweigerer können dort weggesperrt werden. Das teilte das Sozialministerium laut MDR mit.

Demnach hat die Landesregierung in vier psychiatrischen Krankenhäusern insgesamt 22 Zimmer freigeräumt. Dort sollen Menschen eingeschlossen werden, die sich einer Quarantäneanordnung widersetzen. Die Überwachung soll die Polizei übernehmen.

18:19 Uhr - Fast 1.000 Corona-Tote in Großbritannien

Großbritannien hat erstmals mehr Todesfälle an einem einzigen Tag durch das Coronavirus verzeichnet als Italien. Die Zahl der Toten stieg bis Donnerstagabend um 980, wie der britische Gesundheitsminister Matt Hancock mitteilte. Italien hatte an seinem bislang schlimmsten Tag am 27. März 969 Tote erfasst. 

16:29 Uhr - Quarantäne für Paznauntal und St. Anton verlängert

13.03.2020, Österreich, Ischgl: Eine leere Bar. Die Region Paznauntal mit dem Touristenort Ischgl steht in Österreich neben weiteren Orten wegen einer erhöhten Zahl von Coronavirus-Fällen unter Quarantäne. Foto: Jakob Gruber/APA/dpa +++ dpa-Bildfunk
Coronavirus - Österreich
© dpa, Jakob Gruber, hef lop

Das österreichische Bundesland Tirol verlängert die Quarantäne für das Paznauntal mit den Orten Ischgl und Galtür sowie für St. Anton am Arlberg um zwei Wochen bis zum 26. April. Das sei die alternativlose Konsequenz aus jüngsten Tests, sagte Landeschef Günther Platter.

Bei fast 3.000 Tests binnen eines Tages habe sich herausgestellt, dass bei bis zu 19 Prozent der untersuchten Menschen das Coronavirus nachweisbar gewesen sei. Die Entscheidung sei "sehr dramatisch" für die Betroffenen, die bereits rund vier Wochen von der Außenwelt isoliert lebten, meinte Platter. Es gelte jetzt aber, eine Verbreitung des Virus unbedingt zu vermeiden.

15:15 Uhr - In Istanbul werden Intensivbetten knapp

In der türkischen Millionenmetropole Istanbul werden angesichts der Verbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 die Betten auf Intensivstationen knapp. "In Istanbul gibt es 4.600 Intensivbetten und in nur zwei bis drei Tagen waren bereits 80 Prozent davon belegt", sagte der Chef der Türkischen Ärztevereinigung TTB, Sinan Adiyaman. "Das wurde uns mitgeteilt. Und das wird zunehme". Es sei bekannt, dass es in Istanbul sehr viele Patienten gebe. In der vergangenen Woche waren 60 Prozent aller Fälle der Türkei dort gemeldet worden.

Ähnliches berichtete am Freitag die Zeitung "Cumhuriyet" unter der Überschrift "Istanbul-Alarm: Die Intensivbetten sind voll".  Mancherorts würden OP-Säle in Intensivstationen umfunktioniert, um für einen starken Anstieg von Fällen gewappnet zu sein. Gesundheitsminister Koca hatte zuletzt angegeben, die Auslastung der Intensivstationen in der Türkei liege bei etwas über 60 Prozent.

15:04 Uhr - 650.000 Betriebe melden Kurzarbeit an

Die Zahl der Betriebe, die in der Corona-Krise Kurzarbeit angemeldet haben, ist auf 650.000 gestiegen. Das gab die Bundesagentur für Arbeit (BA) bekannt. Dies bedeute eine Steigerung um rund 40 Prozent gegenüber dem jüngsten Vergleichswert. Zum 27. März war die Zahl von 470.000 Betrieben ermittelt worden. Die Gewerkschaften dringen nun darauf, das gesetzliche Kurzarbeitergeld deutlich zu erhöhen.

14:00 Uhr - Jerusalem - Erzbischof geht Kreuzweg ohne Pilger

Der Leiter des katholischen Patriarchats im Heiligen Land, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, ist am Karfreitag die Via Dolorosa in der Jerusalemer Altstadt ohne Pilger gegangen. Wo sonst Tausende in mehreren Prozessionen den Leidensweg Jesu nachempfinden, lief Pizzaballa lediglich mit drei Begleitern bis zur Grabeskirche. Dort hielt er nach Angaben eines Sprechers des Franziskaner-Ordens eine kleine Andacht ab. Die Kirche ist wegen der Ausbreitung des Coronavirus für die breite Öffentlichkeit geschlossen. Die Grabeskirche steht an dem Ort, an dem Jesus der christlichen Überlieferung nach gestorben und wieder auferstanden ist. Sie gilt als heiligster Ort des Christentums und als ein Zentrum christlicher Osterfeiern. 

12:55 Uhr - Fortschritte in Spanien - niedrigste Totenzahl seit 24. März

Spanien hat im Kampf gegen das Coronavirus am Freitag die niedrigste Zahl neuer Todesfälle seit dem 24. März verzeichnet. Innerhalb von 24 Stunden seien 605 verstorbene Patienten erfasst worden, die Gesamtzahl belaufe sich nun auf rund 15.800, teilte das Gesundheitsministerium mit. Am Vortag waren noch 683 Tote registriert worden, zeitweise waren mehr als 900 Opfer pro Tag gemeldet worden. Auch die Zuwachsrate der Neuinfektionen ging weiter zurück: Sie lag nur noch bei drei Prozent. Die Gesamtzahl der verzeichneten Fälle belief sich auf 157.000. Seit mehreren Tagen schon bleibt die Zuwachsrate im schwer von der Pandemie betroffenen Spanien auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Die seit einem Monat geltenden strengen Ausgangsbeschränkungen für die knapp 47 Millionen Spanier zeigen offenbar Wirkung.

12:15 Uhr - Ausgehverbot in Südafrika verlängert - Alkoholläden geplündert

In Südafrika wird die wegen des Coronavirus verhängte dreiwöchige Ausgangssperre um zwei Wochen verlängert. Präsident Cyril Ramaphosa hatte die Verlängerung bis Ende April am Vorabend in einer Rede an die Nation mit dem Vorsichtsprinzip begründet und betont: "Wir stehen erst am Beginn eines monumentalen Kampfes". Der Kap-Staat hat am 27. März eine der weltweit strengsten Ausgangssperren verhängt, zugleich die Landgrenzen geschlossen und den Personen-Flugbetrieb eingestellt. 

Die von Polizei und Armee kontrollierte Beschränkung sieht ein Verlassen der Wohnung nur bei medizinischen Notfällen oder dringenden Versorgungsgängen vor. Das damit einhergehende strikte Verbot des Alkohol- und Tabakverkaufs führte vor allem in der Westkap-Provinz rund um Kapstadt laut Polizei zu Plünderungen von Spirituosenläden

11:15 Uhr - FDP plädiert für Homeoffice-Pauschale bei Werbungskosten

Die FDP verlangt steuerliche Erleichterungen für die vielen Menschen in Deutschland, die in der Corona-Krise im Homeoffice arbeiten. "Wir schlagen vor, dass während der Krise eine Homeoffice-Pauschale von 100 Euro pro Monat als Werbungskosten eingeführt wird", sagte der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Christian Dürr. Viele Betriebe hätten ihre Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. "In der Regel lassen sich die Kosten für ein Arbeitszimmer steuerlich absetzen. Viele Menschen haben aber kein 'richtiges' Arbeitszimmer, sondern arbeiten aus der Küche oder vom Balkon", sagte Dürr. "Sowas kann bislang nicht steuerlich geltend gemacht werden. Es darf aber keinen Unterschied machen, ob der Laptop auf dem Küchentisch oder in einem extra Zimmer steht".

10:36 Uhr - Dunkelziffer in Österreich: Drei Mal mehr Infizierte als bekannt

In Österreich sind laut einer Dunkelziffer-Studie deutlich mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert als die offizielle Statistik ausweist. Im Vergleich zu den Anfang April offiziell als infiziert ausgewiesenen rund 8.500 Menschen seien tatsächlich wohl etwa 28.500 Personen betroffen gewesen, teilte das Meinungsforschungsinstitut Sora mit. Das entspreche 0,33 Prozent der Bevölkerung. Die Schwankungsbreite sei allerdings erheblich: Es sei von einer Spanne zwischen 10.200 und 67.400 Infizierten auszugehen. Für die Studie ließ das Meinungsforschungsinstitut Sora rund 1.500 Menschen auf das Virus testen. Es handle sich um einen Mosaikstein bei der Erforschung der Lungenkrankheit Covid-19, sagte Sora-Experte Christoph Hofinger.

10:00 Uhr - UN-Chef Guterres warnt vor Gefahr von Pandemien durch Bioterroristen

UN-Chef António Guterres sieht in der Zukunft eine wachsende Gefahr von Angriffen durch Bioterroristen, die zum Ziel haben könnten, neue Pandemien wie die gegenwärtige auszulösen. "Die Schwächen und mangelhafte Vorbereitung, die durch diese Pandemie offengelegt wurde, geben Einblicke darin, wie ein bioterroristischer Angriff aussehen könnte - und erhöhen möglicherweise das Risiko dafür", sagte Guterres bei einem virtuellen Treffen des UN-Sicherheitsrats in New York.

"Nichtstaatliche Gruppen könnten Zugang zu virulenten Stämmen erhalten, die für Gesellschaften auf der ganzen Welt eine ähnliche Verwüstung bedeuten könnten". Die Sorge vor Bioterroristen ist eine von acht Bedrohungen der internationalen Stabilität, die der Generalsekretär wegen der Corona-Krise vor dem mächtigsten UN-Gremium aufzählte. Dazu gehörte auch die generelle Gefahr, dass Terrorgruppen die Zeit der Krise ausnutzen könnten, während Regierungen durch die Bewältigung der Pandemie abgelenkt seien. 

09:32 Uhr - Zahl der Neuinfektionen in Südkorea fällt weiter

Die Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist erstmals seit Februar auf unter 30 gefallen. Am Donnerstag seien 27 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, teilten die Gesundheitsbehörde mit. Die Gesamtzahl stieg demnach auf 10.450. Es wurden 208 Todesfälle mit dem Virus in Verbindung gebracht. Zum ersten Mal wurde kein Infektionsfall aus der südöstlichen Millionenstadt Daegu gemeldet, die im Mittelpunkt des Ausbruchs der Lungenkrankheit Covid-19 stand. Über die Hälfte aller Fälle im Land wurde in Daegu registriert.
Die Behörden sahen in den weiter rückläufigen Fallzahlen ein weiteres «positives Signal», ohne jedoch Entwarnung zu geben.

9:14 Uhr - OPEC-Staaten wollen Ölförderung drastisch senken

Die im Verbund Opec+vereinigten Öl-Länder haben sich nach zähem Ringen auf eine neue
Förderbremse verständigt. Damit wollen sie dem Preisrutsch ihres wichtigen Exportguts Einhalt gebieten. Die Staatengruppe, zu der neben den Mitgliedern des Exportkartells Opec weitere Staaten wie Russland gehören, einigte sich auf eine Kürzung der Tagesproduktion um zehn Millionen Barrel (je 159 Liter), wie sie am späten Donnerstagabend mitteilte. Dies entspricht etwa zehn Prozent des weltweiten Angebots. Die Vereinbarung hängt aber noch davon ab, dass sich Mexiko ihr anschließt. Zudem hofft die Opec+, dass auch die USA und weitere Ölförderländer einen Beitrag zur Stabilisierung der Ölpreise im Zuge der Corona-Krise leisten und ihre Produktion kürzen.

08:45 Uhr - Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Todesfälle
Deutschland 118.235 2.607
USA 466.299 16.478
Spanien 153.222 15.447
Italien 143.626 18.279
Frankreich 118.785 12.210
Großbritannien 65.872 7.978
Weltweit 1.602.885 95.745

08:40 Uhr - Autobranche vor nie dagewesenem Umsatz- und Gewinneinbruch

Das Beratungsunternehmen Ernst & Young (EY) rechnet wegen der Coronavirus-Krise mit einem "nie dagewesenen Umsatz- und Gewinneinbruch" in der Autobranche. "Die Autoindustrie wird tief in die roten Zahlen rutschen", erwartet Constantin M. Gall, der bei EY den Bereich Automotive & Transportation leitet. Selbst wenn Produktion und Verkauf bald wieder anliefen, werde die Branche lange brauchen, um das Vorkrisenniveau zu erreichen. Es würden daher wohl staatliche Kaufanreize nötig. EY untersucht regelmäßig die Bilanzen der weltweit wichtigsten Autokonzerne. Größere Sorgen als um die Hersteller machen sich die Berater allerdings um weniger finanzkräftige Zuliefererunternehmen. Das hochkomplexe System Autoindustrie insgesamt lebensfähig zu halten, sei nun die größte Herausforderung. 

Archiv: Die Meldungen des Vortages

+++ Alle Meldungen vom Donnerstag, 9. April, lesen Sie hier. +++