35-Jährige kämpft gegen Blutkrebs

Schock-Diagnose Leukämie: Die Chemo schlägt bei Jenny nicht an

30. April 2021 - 10:48 Uhr

Die Chemos schlagen nicht an

Nur vier Tage nach der Geburt ihres Sohnes bekommt Jenny aus Quickborn die Diagnose Leukämie. Seitdem kämpft die 35-Jährige gegen den Blutkrebs. Ein halbes Jahr ist mittlerweile vergangen. Der Krebs ist aggressiv, die Chemotherapien schlagen nicht an. Jennys letzte Hoffnung: Ein passender Stammzellenspender. Doch den zu finden, ist schwer.

Wie die junge Mutter gegen den Krebs und für ihre Familie kämpft, zeigen wir Ihnen im Video.

Der passende Stammzellenspender: Die Nadel im Heuhaufen

Täglich erkranken in Deutschland ungefähr 30 Menschen an Blutkrebs. Die Suche nach einem genetischen Zwilling, der für eine lebensrettende Stammzellenspende in Frage kommt, ist schwer. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei eins zu einer Millionen. Annika Schirmacher von der DKMS erklärt: "Es gibt zehn von zehn Gewebemerkmalen, die passen müssen. Also zehn vom Patienten und zehn vom Spender, die passen müssen. Da könnte man doch denken: Das geht doch! Aber jedes dieser Gewebemerkmalen kann in über zehn Kombinationen auftauchen. Das heißt wir haben zehn hoch zehn Merkmalskombinationen zwischen Patient und Spender die übereinstimmen müssen."

So einfach können Sie Jenny und anderen Kranken helfen

Spender werden geht schnell, ist überhaupt nicht kompliziert und tut auch nicht weh. Die Registrierung erfolgt ganz einfach online. Dann schickt die DKMS ein Wattestäbchen, denn um Lebensretter zu werden, reicht ein Wangenabstrich. In dieser Gewebeprobe sind dann alle Informationen enthalten, damit festgestellt werden kann, ob es einen passenden Patienten gibt. Mit der Post geht das Wattestäbchen dann zurück zur DKMS und schon ist man potentieller Stammzellenspender. Und vielleicht sind sogar Sie der passende "Zwilling" von Jenny.

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Wie geht es dann weiter?

Sollten Sie ausgewählt werden, weil es tatsächlich jemanden gibt, der Dank Ihrer Stammzellenspende überleben könnte, werden Sie kontaktiert. Danach folgt eine genauere Untersuchung, ob auch wirklich alles passt. Wenn der Körper fit genug ist, dann werden Stammzellen aus dem Blut oder dem Beckenkamm entnommen. Der Arbeitgeber wird von der DKMS informiert und sie kümmert sich dann auch darum, dass man dafür sogar freigestellt wird. Außerdem werden alle entstehenden Kosten von der DKMS gezahlt. Kein großer Aufwand und trotzdem kann man damit Leben retten!

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