Michael B. missbrauchte offenbar mehrere Mädchen

Tanzlehrer soll gesagt haben: "Küssen und lecken ist nicht schlimm"

07. Juli 2020 - 11:06 Uhr

Tochter von Carmen S. bekam verstörende Sprüche des Tanzlehrers mit

Seit Jahren soll der Inhaber einer Tanzschule in Viersen (Nordrhein-Westfalen) Tanzschülerinnen im Alter zwischen 13 und 18 Jahren sexuell missbraucht haben. Der 36-jährige Michael B. sitzt seit Freitag in Untersuchungshaft. Auch ihre Tochter habe die Tanzschule des Verdächtigen besucht, erklärt Carmen S. (Name geändert) gegenüber RTL. "Küssen und lecken ist nicht schlimm", sei ein typischer Spruch von Michael B. gewesen. Erst später verstand Carmen, was der Tanzlehrer damit meinte.

Gerüchte über Tanzlehrer aus Viersen seit 2009

Erste Gerüchte über Michael B. habe es bereits 2009 gegeben. "Leider haben die Mädchen sich alle nicht getraut, auszusagen, erzählt Carmen S. weiter. Sie seien vom Tanzschulen-Chef unter Druck gesetzt worden. Merkwürdig finde sie auch, dass in der Tanzschule nie eine Auszubildende ihre Ausbildung beendet habe.

Sprüche, weil Michael B. "auf extrem dünne" Mädchen stehe

Weil Michael B. ausschließlich "auf extrem dünne" Mädchen stehe, konnte er sich entsprechende Bemerkungen laut Carmen S. nicht verkneifen. "Alles, was mehr als 60 Kilo wog, sollte seinen Speck schütteln", habe der Tanzschulen-Chef in Anspielung auf einen Peter-Fox-Song zu den Mädchen gesagt.

Sie ist froh, dass ihre Tochter nie in Michael B.s Kursen war. Sie sei zwar in seine Tanzschule gegangen, aber "zum Glück nie in seine Gruppe". Denn offenbar hatte ihre Tochter ein gutes Gespür: "Sie fand ihn eklig – als Mensch", sagt Carmen S.

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Ermittler befürchten weitere Opfer

Weil Michael B. noch mal zuschlagen könnte, erließ der Haftrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl. Weitere Befragungen stehen an – die Ermittler haben konkrete Hinweise auf weitere Opfer, sodass sich deren Zahl erhöhen könnte.

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