Wochenende wird knackig kaltBisher Tauwetter statt Chaos – NRW bleibt von Sturmtief „Elli“ verschont
Kein Schnee-Chaos in NRW – Sturmtief „Elli“ lässt uns erstmal glimpflich davonkommen – doch jetzt könnte der Frost-Schock folgen.
Winterdienst im Einsatz
Schon am frühen Freitagmorgen (09.01.) waren die Räumfahrzeuge in NRW unterwegs, auch im oberbergischen Wiehl. Über Nacht fiel kaum neuer Schnee, Arbeit gab es trotzdem genug. Markus Lang saß am Steuer seines Räumfahrzeugs. Der 52-Jährige kennt den Winterdienst seit Jahrzehnten. Seit 36 Jahren räumt er Straßen frei. So heftig wie in diesem Winter war es lange nicht, sagte er. Jede Schicht sei anders. Hinter jeder Kurve kann Glatteis lauern - oder ein verunglückter Laster.
Minister auf dem Beifahrersitz
Diese Schicht war für Markus Lang eine besondere. Auf dem Beifahrersitz saß Oliver Krischer (Grüne). Der NRW-Verkehrsminister schaute sich den Einsatz vor Ort an. Neuer Schnee fiel zunächst nicht, doch das Wochenende bereitet ihm Sorgen. Krischer warnt vor einer eisigen Attacke auf die Straßen. Frost und Glatteis drohen schon in der kommenden Nacht. Sein Appell ist klar: Wer nicht fahren muss, soll das Auto stehen lassen - Sicherheit geht vor.
Tauwetter, Salzmangel und neue Gefahr
Während in Wiehl die Salzlager noch gut gefüllt sind, wird es in anderen Orten knapp. In Leopoldshöhe (Kreis Lippe) sind von 100 Tonnen schon 80 verbraucht. Nachschub lässt auf sich warten. Autobahnen und Landstraßen werden zuerst beliefert. Gleichzeitig gibt es vielerorts Tauwetter, etwa an der Zeche Zollverein. Statt Schnee fällt Regen. Das große Verkehrschaos blieb bisher am Freitag (09.01.) aus. Autobahnen waren ungewohnt leer. Aber der Winter ist noch lange nicht vorbei: Am Wochenende wird es bitterkalt mit Dauerfrost. Ab Montag (12.01.) drohen wieder Schnee, Glätte und gefrierender Regen.


































