Einsatz im Wald bei Rieplos

Kripo und THW beenden Suche nach Rebecca vorerst

13. März 2019 - 17:47 Uhr

Gegen Einbruch der Dunkelheit wurde die Suche eingestellt

Auch am Mittwoch sucht die Berliner Kripo in einem Waldstück bei Rieplos in Brandenburg wieder nach Spuren von Rebecca, die seit knapp drei Wochen vermisst ist. Dazu waren den ganzen Tag Mitglieder der Mordkomission und das Technische Hilfswerk (THW) mit "Spezialgerät" vor Ort. Gegen Einbruch der Dunkelheit wurde die Suche allerdings wieder eingestellt.

THW sucht mit „Spezialtechnik“

Das THW hilft bei der Suche nach Rebecca.
Das THW ist zur Unterstützung bei der Suche nach Rebecca vor Ort.
© RTL

Was genau die "Spezialtechnik" des THW ist, ist unklar. Auf der Internetseite des THW Berlin Steglitz-Zehlendorf steht zu einem anderen Vermisstenfall, dass die sogenannte Messtechnische Ortungsgruppe mit technisch-elektronischen Geräten nicht nur nach verschütteten Menschen suche, sondern auch nach vermissten Personen. Dazu verfüge sie über Geräte wie ein "Bio Radar", ein "elektronisch-akustisches Ortungssystem" und "Video-Thermographie".

Bisherige Suchaktionen blieben erfolglos

Bereits am Dienstag wurde eine neue Suchaktion nach Rebecca gestartet. Spezialisten der Kripo in weißen Schutzanzügen hielten nach Spuren auf dem Boden am Waldrand Ausschau. Dabei hielten sie eine Abbildung von Reifenspuren zum Vergleich in der Hand. Auch letzte Woche suchten hunderte Beamte dort nach dem Mädchen. Der Ort Rieplos liegt ca. 50 Kilometer südöstlich von Berlin, wo Rebecca aus dem Haus ihrer Schwester verschwand.

Gesucht wird wieder in der Nähe der A12

Auch die A12 verläuft ganz in der Nähe von Rieplos - genau die Autobahn, auf der Rebeccas Schwager Florian R. laut Polizei kurz nach ihrem Verschwinden mit seinem himbeerroten Twingo unterwegs war. Laut bisherigen Ermittlungen wurde das Auto der Familie der Schwester am Vormittag des 18. Februar und am Abend des 19. Februar auf der A12 von einem automatischen Erfassungssystem registriert. Der Schwager ist der Polizei zufolge der einzige Mensch, der zu den genannten Zeitpunkten mit dem Auto gefahren sein kann. Die Fahrten sollen nicht zu seiner früheren Version der Ereignisse passen. Der Mann sitzt als Verdächtiger in Untersuchungshaft und schweigt laut Polizei zu den Beschuldigungen. Seine Anwältin hat mittlerweile Haftbeschwerde eingelegt.