"Scheidungen retten Männerleben"

Kriminalpsychologin Lydia Benecke im Playboy-Interview

Kriminalpsychologin Lydia Benecke gab dem Männermagazin "Playboy" ein Interview.
Kriminalpsychologin Lydia Benecke gab dem Männermagazin "Playboy" ein Interview.
© Horst Galuschka

28. Juni 2021 - 10:53 Uhr

Expertin über die Faszination von Verbrechen

Lydia Benecke ist Kriminalpsychologin und ausgewiesene Expertin für menschliche Abgründe. Auch RTL hat sie schon bei vielen Kriminalfällen ihre Einschätzung zu Tätern und möglichen Motiven gegeben. Im Gespräch mit dem Herrenmagazin Playboy spricht die 38-Jährige jetzt darüber, was Menschen an Verbrechen fasziniert – und warum sie sicher ist, dass Scheidungen für Männer lebensrettend sein können.

Verbrechen liefern realen Erzählstoff

Dass sich Menschen zunehmend dafür interessieren, warum andere zu Gewaltverbrechern werden, liegt für Benecke auch an RTL und dem Playboy. "Im Vergleich zu früher gibt es heute sehr viel mehr Medien. Und damit auch sehr viel mehr realen Erzählstoff", sagt Lydia Benecke in der aktuellen (Juli) Playboy-Ausgabe.

Unabhängig von der Berichterstattung sei das Leben in den vergangenen Jahrzehnten jedoch immer sicherer geworden. Daran habe auch der gesellschaftliche Fortschritt großen Anteil so Benecke weiter. Das mache Verbrechen für viele faszinierend, die sich die Frage stellten, warum Menschen zu Mördern, Schlägern und Vergewaltigern würden.

Lydia Benecke bei RTL.de

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"Seit man Kinder nicht mehr schlagen darf, gibt es in der Folgegeneration deutlich weniger schwere Straftaten“

Lydia Benecke ist Kriminalpsychologin.
"Scheidungen retten Männerleben“, sagt Kriminalpsychologin Lydia Benecke.
© RTL

Als Beispiel sagte sie im Interview mit dem Magazin: "Es gibt heutzutage mit Sicherheit Frauen, die sagen würden, dass sie nie jemanden umbringen könnten, die aber vor 200 Jahren möglicherweise genau das getan hätten. Sie können sich heute gar nicht mehr vorstellen, in so eine ausweglose Situation zu kommen." Beneckes Schlussfolgerung: "Scheidungen retten Männerleben."

Die Kriminalpsychologin weiß auch, was wichtig ist, um Verbrechen weiter zurückzudrängen. "Die beste Straftatenprävention ist, dass man Kinder davor schützt, misshandelt zu werden", glaubt sie. Ihr Argument: "Seit man Kinder nicht mehr schlagen darf, gibt es in der Folgegeneration deutlich weniger schwere Straftaten."

(uvo)

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