Kostenlose FFP2-MaskenApotheker haben sich "dumm und dämlich verdient"

 Elzach Themenbild - kostenlose Ausgabe von FFP2-Masken der Bundesregierung ab dem 15.12.2020 in allen Apotheken an Menschen, Personen über 60 Jahre alt sowie an Menschen von Risikogruppen Themenbild - kostenlose Ausgabe von FFP2-Masken der Bundesregierung ab dem 15.12.2020 in allen Apotheken an Menschen, Personen über 60 Jahre alt sowie an Menschen von Risikogruppen, Maskenabgabe Drei neue kostenlose FFP2-Masken werden in einer Apotheke in Elzach an eine aeltere Person über 60 Jahre ausgegeben. FFP2, FFP2 Masken, FFP2-Masken, Apotheke, kostenlose, kostenlos, ab 15.12., Innenaufnahme, Ausgabe, Maskenausgabe, Maskenabgabe Bundesregierung, ab dem 15.12., 15. Dezember, neu, FFP, Covidmaske, Covid-Maske, FFP2, alte Menschen, ältere Mensch Copyright: xFleigx/xEibner-Pressefotox EP_dfg
Kostenlose Ausgabe von FFP2-Masken in Apotheken.
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Die Verteilung von kostenlosen FFP2-Masken an Risikogruppen oder gegen Vorlage von Berechtigungsscheinen kosten den Staat Milliarden. Die Aktion hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn offenbar gegen den Willen seiner eigenen Beamten durchgeboxt, Apotheker haben sich nach eigenen Aussagen daran "dumm und dämlich" verdient.
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Gesundheitsminister Spahn ordnet persönlich Aktion an - gegen den Willen seiner Fachabteilung

Die kostenlose Abgabe von FFP2-Masken hat den Steuerzahler offenbar mehr als zwei Milliarden Euro gekostet. Nach Recherchen von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" haben Apotheken mit der Aktion ordentlich Gewinne gemacht. Pro Maske haben sie laut den Berichten sechs Euro vom Staat erhalten. Im Einkauf konnten die Apotheker die FFP2-Masken für deutlich unter einem Euro pro Maske beziehen. "Wir haben uns dumm und dämlich verdient", wird ein Apotheker in der Süddeutschen Zeitung zitiert.

Dem Bericht zufolge hatten sich Fachabteilungen im Gesundheitsministerium mit Verweis auf "gravierende Finanzwirkungen" gegen die Aktion ausgesprochen. Das Fachreferat hatte Bedenken geäußert und darauf hingewiesen, dass viele Anspruchsberechtigte "durchaus in der Lage sind", die Masken "selber zu finanzieren". Jedoch habe Gesundheitsminister Jens Spahn die Aktion gegen das Votum persönlich durchgesetzt. Das zeigten interne Unterlagen, auf die das Recherche-Netzwerk verweist.

Vor Weihnachten begann die fast kostenlose Verteilung der FFP2-Masken an Corona-Risikogruppen. In Apotheken konnten sich Berechtigte den Mund-Nasen-Schutz durch Vorlage ihres Personalausweises "oder nach nachvollziehbarer Darlegung des Anspruchs durch Eigenauskunft" abholen, wie es in Spahns Verordnungsentwurf heißt. Im Januar und Februar gab es gegen Vorlage von Berechtigungsscheinen weitere FFP2-Masken. Für einen 6er-Pack mussten die Berechtigten nur eine Gebühr von 2 Euro zahlen.

6 Euro pro FFP2-Maske für Apotheken

Warum der Preis pro Maske auf sechs Euro festgelegt wurde, ist dem Bericht zufolge nicht ganz klar. Jedoch habe es eine "Preisprobenstichanalyse" von den Wirtschaftsprüfern EY gegeben. Unterlagen zufolge seien die Berater auf durchschnittlich 4,29 Euro Anfang Oktober gekommen und auf 1,22 Euro im Großhandel in einer weiteren Preisermittlung vom 25. November. Das Gesundheitsministerium erklärte, dass man die 4,29 Euro zugrunde gelegt und noch Arbeitskosten der Apotheker pauschal hinzugefügt habe.

Dem Bericht zufolge ging der Bund beim Start der Abgabe im Dezember davon aus, dass 27,3 Millionen Menschen in Deutschland anspruchsberechtigt seien. Der Bund habe an den Apothekerverband 491,4 Millionen Euro überwiesen, der das Geld wiederum an die Apotheken verteilte. Diese erhielten einen festen Anteil aus Bundesmitteln, egal wie viele Masken sie verteilten. Im Schnitt gab es mehr als 25.000 Euro für jede Apotheke in Deutschland.

Danach folgten weitere Abgabe-Phasen. Masken wurden etwa gegen Vorlage von Gutscheinen der Krankenkasse ausgegeben. Die Apotheker erhielten damit weitere Summen, mit denen sich dem Bericht zufolge viele nicht wohlfühlten. Einige hätten angekündigt, die Einnahmen oder Masken zu spenden.

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Quelle: SZ / ntv.de / RTL.de