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Konsumpsychologie beim Einkauf: Mit diesen 7 Tricks können Sie sparen

Verbraucherpreise steigen und steigen

7 Psychotricks für den Einkauf: Wie Sie NICHT unnötig Geld ausgeben

ARCHIV - 18.09.2019, Berlin: Eine Kundin nimmt in einem Supermarkt Waren vom Band an der Kasse, nachdem eine Kassiererin die Waren gescannt hat. Deutsche Verbraucher und Unternehmen müssen sich nach Einschätzung des Ifo-Instituts auf weitere Preiserh
Einkaufen im Supermarkt wir aktuell immer teurer.
jka wst, dpa, Jens Kalaene

Das Leben wird von Monat zu Monat immer teurer – ein Ende ist nicht abzusehen. Der Krieg in der Ukraine bewirkt steigende Energie- und Lebensmittelpreise auf den Weltmärkten, die der Endverbraucher begleichen muss. Im Vergleich zu vergangenen Zeiten und im Vergleich zu anderen Regionen der Welt ist das teilweise immer noch ein Jammern auf hohem Niveau. Denn seit Jahrzehnten leben wir auf großem Fuß: Wir sind eine Konsum- und Wegwerfgesellschaft. Es sollte also möglich sein, nicht mehr einzukaufen, als nötig. Wir verraten Ihnen, wie das klappen kann!

Der Impulskauf ist der Feind des Sparens

Och, das können wir doch auch gebrauchen! Jeder kennt das Phänomen: Es wird in der Konsumpsychologie Impuls- beziehungsweise Spontankauf genannt. Mehl, Milch, Eier, Käse und Brot: Eigentlich waren nur noch fünf wichtige Dinge aus dem Supermarkt zu besorgen, doch an der Kasse lagen schon wieder 15 auf dem Band.

Oder dieses lustige Gadget, dass immer wieder im Newsfeed der sozialen Medien beworben wird – und sich gekauft dann doch als nutzloser Quatsch herausstellt. Überhaupt Online-Shopping: Da drückt der Finger so oft auf „Jetzt kaufen“, dass das Gehirn kaum noch Gelegenheit hat, sich vorher rational mit der Kaufentscheidung zu befassen.

Lese-Tipp: Tanken, einkaufen, kochen, waschen – mit diesen Alltagstricks sparen Sie bares Geld

Kaufen macht glücklich - und fast schon süchtig

„Die wenigsten Menschen kaufen ausschließlich Waren, die sie zwingend benötigen“, sagt Nadja Tahmassebi, Leitende Psychologin an der Salus Klinik in Friedrichsdorf der Deutschen Presse-Agentur. Statt sich mit dem Nötigsten zu versorgen, versorgten sich Menschen vor allem emotional. Preisnachlässe oder scheinbar limitierte Verfügbarkeit sind da besonders verlockend.

Und so greifen Kundinnen und Kunden bei attraktiven Produkten gerne zu. Der Grund: Das Belohnungszentrum im Gehirn wird dabei aktiviert, kurzzeitig werden Glückshormone ausgeschüttet – und das macht regelrecht süchtig. Doch was können Konsumenten tun, um diese Mechanismen auszutricksen?

Lese-Tipp: Lebensmittel werden teurer - wie wir beim Einkaufen trotzdem sparen

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Empfehlungen unserer Partner

1. Nie hungrig einkaufen

Diverse Studien haben es bereits gezeigt: Wer hungrig einkaufen geht, legt mehr Lebensmittel in den Warenkorb. Also: Bei Hunger vorher noch einen Apfel essen oder ein Stulle schmieren - dann landet kein Essen im Einkaufswagen, das gar nicht benötigt wird.

2. Niemals ohne den Einkaufszettel

Ob als guter alter handschriftlich verfasster Einkaufszettel oder digital als App: Wer eine Liste der benötigten Sachen hat, ist etwas weniger in Gefahr, mehr zu kaufen, als geplant war. Aber: Disziplin ist nötig!

3. Muss es der Einkaufswagen sein - oder reicht der Korb?

In großen Einkaufswagen ist viel Platz – oft sogar zu viel Platz! Wenn Sie wissen, dass Sie nur fünf Dinge einkaufen wollen, dann greifen Sie lieber zu einem Einkaufskorb. Denn in den passt nun mal nur eine begrenzte Anzahl Sachen hinein.

4. Wunschliste für teure Anschaffungen

Brauche ich das wirklich – oder will ich mich nur belohnen? Gerade bei teuren Anschaffungen sollten sie sich eine Wunschliste erstellen und grundsätzlich einen Monat warten. In der Zwischenzeit versuchen Sie herauszufinden, ob die Anschaffung wirklich nötig ist, oder ob Sie sich nur etwas gönnen wollen – das ist zwar auch nicht verkehrt, aber es ist besser, sich darüber im Klaren zu sein.

5. Meiden Sie Shopping Center

Shopping Center sind so eine Sache. Irgendwie praktisch, denn hier gilt ja das Prinzip: Einmal hinfahren – und dort bekommt man dann alles, was gebraucht wird. Doch gleichzeitig lauert hier die Shopping-Versuchung. Denn wenn man schon mal da ist, kann man sich ja auch mal umsehen - und schon erwirbt man vielleicht wieder Sachen, die man eigentlich gar nicht braucht.

6. Die Tricks der Supermarkt-Psychologen durchschauen!

Hätten sie gedacht, dass uns bestimmte Fliesen im Supermarkt dazu verleiten, mehr Geld auszugeben? Oder dass dadurch unsere Blickrichtung gesteuert werden kann? Es ist unglaublich, wie Marketingexperten uns beim Einkaufen beeinflussen, ohne dass wir es merken. Die Methode nennt sich Neuromarketing. Wie Sie die erkennen, lesen Sie hier!

7. Nur eine bestimmten Summe Bargeld mitnehmen

Der letzte Trick ist gleichzeitig der strengste und damit der schwierigste. Überschlagen Sie Ihren Einkauf und setzen Sie die maximale Summe fest, die Sie mitnehmen wollen – in Form von Bargeld. Ja, seit Corona bezahlen wir aus Hygienegründen erst recht gerne mit Karte oder NFC-Chip im Smartphone - doch nur mit einer Bargeldsumme X und einem Einkaufszettel bewaffnet werden Sie Ihr gesetztes Budget garantiert einhalten. (ija)