Vom Exoten zum regionalen Produkt

Klimawandel mit Positiv-Effekt: Wachsen Papaya, Mango & Co. bald auch in Deutschland?

Klimawandel mit Positiv-Effekt: Wachsen Papaya, Mango & Co. Vom Exoten zum regionalen Produkt
02:48 min
Vom Exoten zum regionalen Produkt
Klimawandel mit Positiv-Effekt: Wachsen Papaya, Mango & Co.

30 weitere Videos

Exotische Früchte wie Feigen und Papayas kommen üblicherweise aus fernen Ländern, sind entsprechend teuer und treiben die CO2-Bilanz in die Höhe. Das könnte sich in Niederdünzebach bald ändern, denn dort wollen die jungen Landwirte des Werraguts die exotischen Früchte selbst anpflanzen. Zugute kommen ihnen ausgerechnet der Klimawandel und die steigenden Temperaturen in Deutschland.

12 Hektar Maulbeeren und Feigen

Zunehmend wärmere Sommertage sind keine Seltenheit mehr in Deutschland und das nutzen die Landwirte Johanna Stein und Julius Nennewitz aus. "Wenn man sich die Prognosen anschaut, dann verändert sich das Klima hier zusehends und wir wollen der Zeit ein bisschen voraus sein und Sachen pflanzen, die wahrscheinlich in zehn/zwanzig Jahren klimatisch hier super herpassen", so Johanna.

Lese-Tipp: Exotische Früchte vom Discounter – so gedeihen sie auch in Ihrem Garten

Das bedeutet, exotische Früchte wie Papayas, die man sonst nur schwer in Deutschland findet, sollen künftig in Nordhessen gepflanzt werden. Bei einem Besuch auf dem Werragut konnte unser RTL Hessen-Team bereits zwölf Hektar Maulbeeren und Feigen begutachten.

Johanna freut sich schon auf die erste Ernte.
Johanna freut sich schon auf die erste Ernte und ist sich sicher, dass Deutschland bald ein Zuhause für exotische Früchte wird.
rtl.de

"Agroforst" - Ernten auf mehreren Etagen

Das neue Konzept der jungen Landwirte nennt sich „Agroforst“ und wird durch Spenden finanziert. Rund 20 ehrenamtliche Landwirte helfen auf dem Hof mit und treiben die neuen Ideen des Projektes an. Agroforst verfolgt die Idee des „Erntens auf mehreren Etagen“, bei dem beispielsweise Getreide mit Obstbäumen und Sträuchern gemischt angepflanzt wird.

"Eine Feige, die eher unten wächst, buschig. Und dann eine Esskastanie, die ein richtig großer Baum wird. Und so hat man eigentlich drei nahrungsmittelliefernde Kulturen auf einem Fleck", erklärt uns Julius Nennewitz im RTL-Interview. Er freut sich besonders auf die „PawPaw“, ähnlich wie eine Papaya.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt der externen Plattforminstagram, der den Artikel ergänzt. Sie können sich den Inhalt einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden. Weitere Einstellungenkönnen Sie imPrivacy Centervornehmen.

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Die Ernte wird dauern

Seit Frühling pflanzen Johanna, Julius und ihre fleißigen Helfer die ersten Pflanzen ein. Wann können die Früchte denn geerntet werden? "Bei einer Feige kann es schon sein, dass wir nächstes Jahr die ersten verkaufen können. Aber das sind dann nicht viele", so Julius.

Immerhin wurden die ersten Bäume gepflanzt und damit der Umwelt etwas Gutes getan. Doch bis die exotische PawPaw oder Feige vernascht werden kann, wird es noch eine Weile dauern. (hdi/ora)

Johanna und Justus haben bereits im Frühling erste Bäume eingepflanzt und warten nun auf die erste Ernte.
Johanna und Julius haben bereits im Frühling erste Bäume eingepflanzt und warten nun auf die Ernte.
rtl.de