Ihr Sohn hat in Kitzbühel fünf Menschen getötet

Mutter von Andreas E. behauptet: "Sie wollten nächstes Jahr heiraten"

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8. Oktober 2019 - 10:10 Uhr

Nach den Morden von Kitzbühel: RTL-Reporterin sprach mit Mutter des Täters Andreas E.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag soll Andreas E. seine Ex-Freundin Nadine H., ihren neuen Freund Florian J. sowie die ganze Familie seiner Ex umgebracht haben. Anschließend ging er zur Polizei und gestand das Massaker. Mit seiner Tat zerstört Andreas E. mindestens drei Familien, darunter auch seine eigene. RTL-Reporterin Natascha Größ konnte am Haus der Familie kurz mit der Mutter von Andreas E. sprechen.

Mutter von Andreas E. nach den Kitzbühel-Morden: „Es geht uns allen sehr schlecht"

"Es geht uns allen sehr schlecht, auch meinem Sohn", erzählt die Mutter mit leiser Stimme im Gespräch mit der RTL-Reporterin. Über das Motiv des Täters wird derzeit viel spekuliert, von verschmähter Liebe und Eifersucht ist die Rede. Auch danach fragt unsere Reporterin die Mutter, doch darauf gibt sie keine Antwort. Sie behauptet nur, Andreas E. und Nadine H. waren verlobt, "sie wollten nächstes Jahr heiraten". Fünf Jahre seien sie zusammen gewesen.

Andreas E. soll "ein kleiner Sunnyboy" gewesen sein

Die Familie wird derzeit von der Stadt Kitzbühel, Psychologen und von einem Kriseninterventionsteam betreut. Auch aus dem ganzen Ort sei Hilfe angeboten worden, erzählt die Mutter von Andreas E. weiter. "Wir haben sehr viele Nachbarn, Bekannte in der Stadt. Wir haben von überall Hilfe angeboten bekommen", so die Frau. Ihr Sohn sei sehr beliebt gewesen, "ein kleiner Sunnyboy".

Kitzbühel-Opfer Nadine H.
Andreas E. soll seine Ex-Verlobte Nadine H. und ihre Familie in Kitzbühel kaltblütig erschossen haben.
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Im Video: Profiler Axel Petermann über ein mögliches Motiv von Andreas E.

Nach den Morden von Kitzbühel: So erlebte die RTL-Reporterin das Gespräch mit der Mutter von Andreas E.

Das Gespräch mit der Mutter von Andreas E. macht unsere Reporterin Natascha Größ betroffen. "Das Gespräch mit der Mutter war nicht einfach, auch vor allem, wenn man selbst Mutter ist."

RTL-Reporterin Natascha Größ
RTL-Reporterin Natascha Größ konnte mit der Mutter des mutmaßlichen Täters sprechen.
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"Am meisten hat es mich getroffen, als sie erzählt hat, dass sie tatsächlich verlobt waren und die beiden nächstes Jahr heiraten wollten", berichtet die Reporterin nach dem Gespräch. "Sie hat auf mich gewirkt wie eine Mutter, der es gerade den Boden unter den Füßen weggezogen hat."