Mit dem Baby auf Tour

Autokindersitz: Mehr Sicherheit während der Fahrt im Auto

Mit dem Baby unterwegs im Auto? Nicht ohne Kindersitz! Alles rund um die praktischen Modelle und die Sicherheit im Auto erfahren Sie hier.
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09. September 2020 - 14:42 Uhr

Kindersitz: Eltern sollten sich rechtzeitig kümmern

Wenn Sie ein Kind erwarten, ist es wichtig, sich bereits während der Schwangerschaft Gedanken über einen passenden Autokindersitz zu machen. Denn bereits auf der Heimfahrt vom Krankenhaus zu Ihnen nach Hause ist es notwendig, diesen zu verwenden. Einerseits ist die Verwendung eines Kindersitzes im Auto gesetzlich vorgeschrieben, andererseits ist Ihr Kind nur in einem passenden und richtig montierten Kindersitz während der Fahrt im Auto optimal geschützt. Damit Sie perfekt vorbereitet sind, sollten Sie sich also frühzeitig um einen geeigneten Sitz für Ihr Baby kümmern.

Der Kindersitz: Gefahren während der Autofahrt vermeiden

Bei einem Unfall wirken sehr starke Kräfte auf den Körper. Wenn Sie keinen Anschnallgurt verwenden, können Sie bei einem Unfall aus dem Auto geschleudert werden, was oftmals tödliche Folgen hat. Während bei Erwachsenen ein Anschnallgurt die Sicherheit erheblich erhöht, reicht dieser bei kleinen Kindern nicht aus. Die Gurte sind weder auf ihre Größe abgestimmt, noch verleihen Sie dem jungen Körper ausreichend Halt während der Fahrt. Aus diesem Grund ist ein Kindersitz unverzichtbar. Dieser ist genau auf die Bedürfnisse der kleinen Fahrgäste abgestimmt und bietet ihnen viel Sicherheit.

Verschiedene Arten von Kindersitzen: Alter und Größe sind wichtig

Beim Kauf eines Autokindersitzes ist es wichtig, ein Modell zu wählen, das genau zu Ihrem Kind passt. Denn je nach Alter sind dafür ganz unterschiedliche Modelle erforderlich. Für Neugeborene kommt in der Regel eine Babyschale zum Einsatz. Diese ist für kleine Kinder nicht nur besonders sicher, sondern auch sehr bequem, da die Babys hierbei halb liegend unterwegs sind.

Wenn sie bereits etwas größer sind, benötigen sie hingegen ein Modell, in dem sie aufrechter sitzen. Später ist lediglich eine Sitzerhöhung, optimalerweise mit seitlichen Polstern, erforderlich. Beim Kauf müssen Sie stets darauf achten, dass die Angaben zu Alter und Gewicht auf Ihr Kind zutreffen.

Mitwachsende Systeme: Die praktische Alternative

Wie im vorhergehenden Abschnitt dargestellt, benötigt ein Kind im Laufe der Zeit mehrere unterschiedliche Kindersitze. Dies kann hohe Kosten verursachen. Daher haben einige Hersteller mitwachsende Systeme entwickelt. Durch einige Umstellungen oder den Wechsel einzelner Bauteile können Sie diese Sitze an das Wachstum Ihres Kindes anpassen. So bietet er über viele Jahre hinweg die notwendige Sicherheit im Auto. Zunächst ist dafür zwar in der Regel eine etwas höhere Ausgabe notwendig, doch gleichen sich die Kosten in der Regel schnell aus.

Reboarder: Sicher mit dem Baby unterwegs

Die Verwendung eines rückwärtsgerichteten Kindersitzes für Babys ist vorgeschrieben. Aber auch später empfiehlt es sich, einen sogenannten Reboarder zu verwenden. Das Baby sitzt rückwärts im Auto, sodass es bei einem Unfall nicht nach vorne geschleudert, sondern in die Rückenlehne seines Sitzes gedrückt wird.

Da bei Babys der Kopf im Vergleich zum übrigen Körper sehr schwer ist, wirken bei einem Unfall oder bei einer plötzlichen Bremsung besonders starke Kräfte auf den Nacken. Dies kann zu schweren Schäden führen, da der Körper des Kindes gleichzeitig durch die Sicherheitsgurte zurückgehalten wird. Ein rückwärtsgerichteter Kindersitz reduziert diese Gefahr. Bei der Verwendung dieser Modelle auf dem Vordersitz müssen Sie stets beachten, dass der Frontairbag dabei zwingend abgeschaltet sein muss.

Gurte oder Fangkörper: So sichern Sie Ihr Baby

Die meisten Autokindersitze verwenden einen Hosenträgergurt. Dieser wird über die Schultern gelegt und mit einer Schnalle, die zwischen den Beinen durchgeführt wird, verbunden. Auf diese Weise wird das Kind bei einem Unfall hervorragend im Sitz gehalten. Sitze für größere Kinder haben hingegen häufig keine eigenen Gurte. Sie sorgen lediglich dafür, dass der Anschnallgurt des Autos genau an der richtigen Stelle sitzt.

Als Alternative zum Hosenträgergurt können Sie auch ein Modell mit Fangkörper verwenden. Dabei befindet sich ein großflächiges Sicherungselement im Bauchbereich. Diese Sitze sind besonders nackenschonend und stellen daher eine gute Möglichkeit dar, wenn Sie keinen Reboarder verwenden möchten.

Kindersitze mit Basisstation: Besonders praktisch für Babyschalen

Wenn Sie das Kind in einer Babyschale transportieren, verwenden Sie diese nicht nur im Auto. Sie können Sie auch herausnehmen und tragen oder auf dem Kinderwagen montieren. Das Problem dabei besteht jedoch darin, dass es recht umständlich ist, die Schale jedes Mal zunächst zu entfernen und danach wieder anzubringen.

Aus diesem Grund ist es sinnvoll, eine Basisstation für den Autositz zu verwenden. So genügt ein Knopfdruck, um die Schale zu lösen. Um sie wieder anzubringen, müssen Sie sie einfach an der passenden Stelle anbringen und einrasten lassen. So können Sie Ihr Kind ganz einfach mitsamt der Schale aus dem Auto nehmen.

ISOFIX: Das einfache und sichere Befestigungssystem

Um einen herkömmlichen Kindersitz zu befestigen, müssen Sie den Sicherheitsgurt verwenden. Dabei gibt es ein spezielles System, damit der Sitz fest in seiner Position verankert bleibt. Doch gibt es auch eine Alternative dazu: Immer mehr Fahrzeuge sind mit ISOFIX ausgestattet. Dies ist ein normiertes Befestigungssystem.

Wenn sowohl Ihr Auto als auch Ihr Kindersitz über diese Vorrichtung verfügen, dann müssen Sie diesen nur einrasten lassen. Das bietet viele Vorteile. Zum einen ist diese Methode schnell und einfach. Zum anderen erhöht sie die Sicherheit. Dabei ist der Sitz direkt mit der Karosserie verbunden, sodass die Bremsverzögerung deutlich direkter wirkt.