Seine Adresse lag im Auto des Hauptverdächtigen

Missbrauchsfall in Münster: Ein Tatverdächtiger kommt aus Finowfurt (Brandenburg)

09. Juni 2020 - 9:00 Uhr

Enrico L. wurde in Brandenburg festgenommen

Im Missbrauchsfall von Münster hat die Polizei einen Tatverdächtigen aus Finowfurt in Brandenburg festgenommen. Enrico L. (42) soll dem Kinderschänder-Ring angehören, der in Münster jahrelang im Verborgenen agierte.

Wie die Nachbarn des Brandenburgers mit den schrecklichen Nachrichten umgehen, erzählen sie im Video.

Seine Adresse lag im Auto des Hauptverdächtigen

Enrico L. ist Pfleger und selbst Vater von drei Kindern. Erste Hinweise auf den 42-Jährigen hatte eines der Opfer gegeben, berichteten die Ermittler am Samstag in Münster. Als die Ermittler das Auto des Hauptverdächtigen Adrian V. durchsuchten, fanden sie dort die Adresse des Brandburgers. Weil er auch auf einem Video zu sehen war, das in Münster gedreht wurde, konnte der 42-Jährige am Donnerstag festgenommen werden.

Opfer sind drei Jungen im Alter von fünf bis zwölf Jahren

Die Ermittler durchsuchten das Wohnhaus des Brandenburgers und einen Kleingarten. Was sie dort fanden, ist allerdings noch nicht bekannt. Unklar ist ebenfalls, ob auch an diesem Ort Missbrauch stattgefunden hat.

In Münster war eine Gartenlaube der Haupt-Treffpunkt der Kinderschänder um Adrian V. Vier erwachsene Männer sollen sich dort jahrelang an Kindern vergangen haben. Ihre Opfer seien fünf, zehn und zwölf Jahre alt, teilten die Ermittler mit. Dabei entstanden große Mengen an pornografischem Material, das im Darknet für Pädophile zur Verfügung gestellt wurde.