Erzieher soll Kinder missbraucht haben„Es flossen Tränen”! Bürgermeister bei RTL über dramatischen Elternabend

Bürgermeister Simon Seibert (parteilos) zeigt sich schockiert über den Fall.
Bürgermeister Simon Seibert (parteilos) zeigt sich schockiert über den Fall.

Für Eltern ist es der schlimmste Albtraum!
Ein Kita-Erzieher (34) aus dem hessischen Vogelsbergkreis soll während der Arbeit sechs Jungen sexuell missbraucht haben. Die Polizei wird auf den Mann aufmerksam, nachdem kinderpornografisches Material im Darknet auftaucht. Unklar ist derzeit, ob es noch weitere Opfer gibt. Ihr Schutz stehe aktuell an oberster Stelle, wie Bürgermeister Simon Seibert im Interview mit RTL erklärt.

Ermittler klären bei Elternabend über Fall auf

Am Dienstag (24. Februar) wird der verdächtige Erzieher von der Polizei festgenommen. Eine Nachricht, die Bürgermeister Simon Seibert (parteilos) noch am selben Abend erreicht habe. Wie er RTL erklärt, habe ihn die Staatsanwaltschaft per E-Mail informiert: „Natürlich war ich erst mal geschockt, dass so was bei uns hier passieren kann. Da gehen einem auch als Familienvater viele Gedanken durch den Kopf“, erklärt Seibert.

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Für den Bürgermeister beginnt das Krisenmanagement. „Beschuldigte war schon in Haft. Das heißt, faktisch hat keine Gefahr mehr bestanden“, so Seibert. Unter der Leitung der Polizei findet am Donnerstag dann ein Elternabend statt. Erfahrene Polizisten und Seelsorger hätten die Aufklärung über den Fall übernommen.

Im Video: Kita-Kids lernen, sich selbst zu schützen

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Weitere Übergriffe noch nicht ausgeschlossen

„Als wir damit konfrontiert wurden, waren alle zutiefst geschockt und da flossen auch Tränen, was ich 100 % nachvollziehen kann”, sagt der Bürgermeister. Der Abend sei von den Ermittlern so vorbereitet worden, dass alles recht ruhig habe ablaufen können. Dennoch sei klar: Diese schlimme Nachricht müsse erst einmal verarbeitet werden.

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Derzeit gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von sechs Opfern aus. Es soll sich um Jungen im Alter von vier Jahren handeln. Es sei laut Seibert aber noch nicht bekannt, wer aus der Kita betroffen sei. Wie die Behörden mitteilen, könne auch noch nicht ausgeschlossen werden, dass es zu weiteren Übergriffen gekommen sei.

Opferschutz steht für Seibert an erster Stelle

Priorität hat für Bürgermeister Simon Seibert aktuell der Schutz der Opfer. „Opferschutz heißt, dass die Kinder ein normales Leben führen sollen. Und das heißt, die Kita ist offen, der Betrieb läuft normal weiter“, erklärt er. Nach dem Elternabend seien allen die Anlaufstellen bekannt.

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Neben den Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft hat der Bürgermeister außerdem personalrechtliche Schritte gegen den verdächtigen Erzieher eingeleitet. Der Fall müsse außerdem intern aufgearbeitet werden, kündigt Seibert an. „Es gibt Regeln für Erzieher, die müssen ein Führungszeugnis haben. Und das war alles erfüllt“, sagt er, keiner habe damit gerechnet. „Wir werden jetzt natürlich unsere internen Prozesse prüfen.”

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche