Kind (10) aus Frankreich mit Tollwut infiziert - kaum Überlebenschancen

14. März 2018 - 16:59 Uhr

Tollwut ist fast immer tödlich

Tollwut ist in Europa sehr selten geworden. In einigen Urlaubsländern ist die Ansteckungsgefahr noch deutlich größer: Ein zehnjähriges Kind aus Frankreich hat sich in Sri Lanka mit Tollwut infiziert. Das Kind wird im Krankenhaus betreut.

Nur 23 Fälle in Frankreich seit 1970

Französische Behörden haben seit 1970 nur 23 Fälle von Tollwut registriert. Die Betroffenen infizierten sich alle im Ausland. Der Zehnjährige hat sich nach Angaben einer regionalen französischen Gesundheitsbehörde bereits im August infiziert, als er auf Sri Lanka am Strand von einem Hund gebissen wurde. Weltweit wurde den Angaben zufolge noch keine Ansteckung zwischen Menschen nachgewiesen. Dennoch wird sicherheitshalber von Fall zu Fall überprüft, ob Menschen geimpft werden sollen, die Kontakt zu dem betroffenen Kind hatten.

Hauptüberträger der Tollwut in Mitteleuropa: der Fuchs

Die meisten warmblütigen Tiere können mit Tollwutviren infiziert werden, bei Pflanzenfressern ist das aber selten. Hauptüberträger ist in europäischen Ländern der Fuchs, in Ländern wie dem stark betroffenen Indien sind es streunende Hunde. Der Abwurf von Impfködern hat in Deutschland dazu geführt, dass die Krankheit bei Füchsen nur noch vereinzelt auftritt. Tollwut-Fälle hierzulande sind daher wie der in Frankreich meist eingeschleppt.