Finanzminister: Keine Ramschpreise mehr

Keine Billigflüge mehr: Scholz will, dass Fliegen mindestens 50 Euro kostet

Bundesfinanzminister Olaf Scholz, SPD, will Mindestpreise für Flüge, die über der Summe der Gebühren liegen
Bundesfinanzminister Olaf Scholz, SPD, will Mindestpreise für Flüge, die über der Summe der Gebühren liegen
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12. Mai 2021 - 21:54 Uhr

Olaf Scholz: Kein Flug darf billiger sein als Gebühren

Für 9,99 Euro auf die Balearen? Für unter 20 Euro nach Portugal oder Griechenland? Mit solchen Ramschpreisen soll Schluss sein, wenn es nach SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz geht. Er will gegen innereuropäische Billigflüge vorgehen und eine Preisgrenze durchsetzen: "Kein Flug darf billiger sein als die Flughafengebühren und alle anderen Gebühren, die dafür anfallen", sagte Scholz am Mittwochabend in einem ProSieben-Interview.

Flüge nicht mehr günstiger als Bahntickets?

Eine preisliche Untergrenze für Flüge sei in der Umsetzung, die Möglichkeiten dafür innerhalb des europäischen Rechts würden ausgelotet, sagte der Bundesfinanzminister. Weitergehende Regelungen seien rechtlich schwierig, erklärte Scholz bei ProSieben weiter. Das bedeute aber immerhin, "dass es sicherlich keinen [Flug] geben wird, der unter 50, 60 Euro dann sein wird". Auch das sei noch ziemlich günstig, gemessen an dem, was Flugreise früher gekostet hätten.

In ihrem vergangenen Sonntag beschlossenen Wahlprogramm verspricht die SPD, dass Bahnfahren innereuropäisch günstiger und attraktiver als Fliegen wird. Bis zur Corona-Pandemie, in der der Flugverkehr eingebrochen ist, waren Flüge innerhalb Deutschlands oft deutlich günstiger als Bahnfahrten. Auch Verbindungen in Europa - etwa von den Lufthansa-Konkurrenten Ryanair und Easyjet - gab es teilweise für wenige Euro.

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Einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr hält Scholz dagegen nicht für realistisch - zumindest nicht, wenn man ihn auch ausbauen wolle. Er sprach sich aber für mehr 365-Euro-Tickets in Gemeinden und Landkreisen aus. Außerdem müsse viel Geld in den Ausbau des Nahverkehrs gesteckt werden. (swi)

Quellen: dpa, Reuters

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