Offenbar auch Sprengstoffanschläge auf Energieversorger geplant

Ermittler: Querdenker planten Lauterbach-Entführung

"Ich fühle mich immer sehr sicher!" Karl Lauterbach im RTL-Interview
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Karl Lauterbach im RTL-Interview
"Ich fühle mich immer sehr sicher!"

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Gesundheitsminister Karl Lauterbach in Entführungsgefahr? Nach RTL-Informationen ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz wegen geplanter Entführungen des Ministers durch Mitglieder der Querdenker-Szene. Auch andere Personen sollen im Fokus gewesen sein, wurden aber namentlich nicht genannt. Ermittelt wird den Angaben zufolge gegen zwölf Personen aus der Chatgruppe.

Lauterbach fühle sich dennoch immer sehr sicher, sagte er auf Nachfrage im RTL-Interview am Rande eines Termins in Eckernförde. Das ganze Statement im Video.

Lauterbach: "Kleine Minderheit, aber hochgefährlich!"

"Kleine Minderheit, aber hochgefährlich!" Lauterbachs Statement zu Entführungsermittlungen
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Lauterbachs Statement zu Entführungsermittlungen
"Kleine Minderheit, aber hochgefährlich!"

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Auch Anschläge auf Energieversorger waren geplant

Geplant seien demnach auch eine Reihe von Sprengstoffanschlägen auf Energieversorger gewesen. Das Ziel der geplanten Anschläge soll es gewesen sein, Chaos und bürgerkriegsähnliche Zustände zu verbreiten. Die Regierung hätte gestürzt werden sollen.

Am Mittwoch hat laut den Ermittlern eine bundesweite Razzia im Milieu von Querdenkern und Reichsbürgern stattgefunden. Es handele sich um Mitglieder eine Chatgruppe bei Telegram. Vier Personen seien festgenommen worden, erfuhr RTL. Die Szene hatte sich Geld und Waffen besorgt. Einige seien bereits polizeilich bekannt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz inzwischen mit.

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Kalaschnikow und gefälschte Impfpässe sichergestellt

Die Ermittler konnten bei den Razzien 14 Lang- und sieben Kurzwaffen, sowie eine Kalaschnikow sicherstellen. Außerdem fanden sie Munition im mittleren dreistelligen Bereich, Bargeld in Höhe von 8.900 Euro, zahlreiche Goldbarren und Silbermünzen und Devisen im Wert von über 10.000 Euro. Notebooks, Handys sowie gefälschte Impfpässe und Testzertifikate wurden ebenfalls sichergestellt, wie die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz am Donnerstag mitteilte.

Ab dem Mittag hatten Polizisten aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Brandenburg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen insgesamt 20 Objekte durchsucht, rund 270 Beamte waren im Einsatz.

Die Beschuldigten sind laut Staatsanwaltschaft deutsche Staatsangehörige im Alter von 55, 54, 50, 42, und 41 Jahren. Gegen die festgenommenen Beschuldigten sind Haftbefehle beantragt worden. Sie sollen am Donnerstag dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt werden. (nik/ swi, eku)