In Privatzoo verkümmert

Jahrelang allein: Löwe Ruben verliert sogar sein Brüllen - gibt es jetzt neue Hoffnung?

Löwe Ruben verliert sogar sein Brüllen - gibt es Hoffnung? Jahrelang allein
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Jahrelang allein
Löwe Ruben verliert sogar sein Brüllen - gibt es Hoffnung?

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Es ist ein trauriges Schicksal, das den Löwen Ruben die vergangenen Jahre ereilt hat. Jahrelang wird er in einem Privatzoo an der armenisch-aserbaidschanischen Grenze gehalten – ganz allein, ohne andere Löwen oder Tiere. Ruben war das letzte Tier, das in dem privaten Zoo zurückgelassen wurde, als sein russischer Oligarchenbesitzer starb – jetzt arbeitet eine Tierschutzorganisation daran, ihn mit seinesgleichen wieder zu vereinen und ihm sein Brüllen zurückzugeben.

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„Leider war kein Platz für Ruben“: Alle Tiere bis auf Ruben wurden aus dem Privatzoo gerettet

Ruben wurde die vergangenen fünf Jahre vollkommen isoliert in einem kleinen Käfig gehalten. Da er so lange ohne Gesellschaft war, hat der Löwe sogar verlernt, wie man brüllt. Lediglich einen klagenden Schrei kann er noch hervorbringen. Nach dem Tod des Besitzers des privaten Zoos wurden alle anderen Tiere gerettet. „Leider war kein Platz für Ruben“, erklärt Jan Creamer von der Tierschutzorganisation ADI Wildlife Sanctuary.

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Der Löwe ist ungefähr 15 Jahre alt, doch durch die andauernde Vernachlässigung in keinem guten Zustand: Verfilzte Haare, beschädigte Zähne und ein neurologisches Problem wird bei ihm auch vermutet. „Er wackelt beim Gehen und manchmal knicken seine Beine unter ihm ein, aber er kann sich bewegen“, erklärt Creamer und ergänzt: „Es ist wichtig, dass wir Ruben so schnell wie möglich nach Südafrika bringen, um seine ernsteren Probleme anzugehen.“

Noch nie in Freiheit: Löwe Ruben kennt nur das Käfig-Leben

Doch die Reise nach Südafrika muss sorgfältig geplant werden. Denn alle Beteiligten wollen die durch den Ukraine-Krieg verschärften Spannungen in der Gegend vermeiden. Für Ruben ist es jetzt aber erst einmal wichtig endlich tierärztliche Hilfe zu bekommen. „Er hat Pupillenmiose – Anhänger werden seine kleinen, verengten Pupillen bemerkt haben. Er scheint in der Lage zu sein, Dinge zu sehen, reagiert auf Menschen in seiner Umgebung, auch in einiger Entfernung, und hat ein gutes Gehör, also gibt es auch gute Neuigkeiten.“

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Und auch bei seinem Brüllen gibt es noch Hoffnung: „Er versucht immer noch zu brüllen. Ruben hat aber noch nie die Sonne auf seinem Rücken oder den Wind in seinem Gesicht gespürt.“ erzählt Jan Creamer. Und genau das wollen die Tierschützer verändern. Vermutlich im März soll Ruben nach Südafrika gebracht werden – alle nötigen Impfungen und den Mikrochip hat er schon erhalten. Und dann könnte er zum ersten Mal ein Leben in artgerechter Haltung führen. (npa)