Was uns uns jetzt einen Strich durch die Rechnung machen kann

Ersehntes Pandemie-Ende: Welche Fehler wir jetzt nicht machen dürfen!

Welche Fehler können wir noch machen, die das von allen Menschen ersehnte Ende der Pandemie noch weiter verzögern?
Welche Fehler können wir noch machen, die das von allen Menschen ersehnte Ende der Pandemie noch weiter verzögern?
© Nicolas Herrbach (Nicolas Herrbach (Photographer) - [None], iStock, NicoElNino

05. Mai 2021 - 11:23 Uhr

Der zweite Corona-Frühling tut doppelt weh

Auch wenn es noch ein weiter Weg zu sein scheint und ein Frühling mit bundesweiter Ausgangssperre und Kontaktbeschränkungen doppelt weh tut: Wir alle können das Licht am Ende des dunklen Corona-Tunnels schon sehen. Und doch können auf dem Weg zur Herdenimmunität immer noch Fehler gemacht werden und bestimmte Faktoren für eine weitere Verzögerung sorgen. Dr. Georg-Christian Zinn, Direktor des Hygienezentrums Bioscientia, fasst für RTL zusammen, welche das sind.

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Eine 4. Welle könnte uns im Herbst ins Haus stehen

Welche Fehler können wir noch machen, die das von allen Menschen ersehnte Ende der Pandemie noch weiter verzögern? Da könne uns noch einiges passieren, sagt uns Dr. Georg-Christian Zinn, Direktor des Hygienezentrums Bioscientia. "Wir dürfen auf jeden Fall nicht den selben Fehler wie im letzten Sommer machen, wo wir die 2. Welle vollkommen unterschätzt haben", sagt der Hygiene-Experte. Eine 4. Welle im kommenden Herbst könne uns nämlich immer noch ins Haus stehen, so Zinn.

LESE-TIPP: Herdenimmunität schon im Sommer? So stehen unsere Chancen wirklich

Denn: "Wenn wir viel zu langsam impfen, wenn wir die Mutationsneigung des Virus, zum Beispiel in Ländern, die noch nicht voll durchgeimpft sind oder kein gutes Gesundheitssystem haben, unterschätzen, dann kann es sein, dass die Impfungen deutlich an Wirkung verlieren", sagt Zinn. Was außerdem noch ein Fehler wäre: Wenn die Hygiene-Regeln, die eigentlich weiter bestehen müssen, bis die Herdenimmunität erreicht ist, zu divergent seien, könnten die Menschen das Vertrauen in die Politik weiter verlieren.

Dr. Georg-Christian Zinn, Direktor des  Hygienezentrum Bioscientia, stellt sich Ihren Fragen.
Dr. Georg-Christian Zinn, Direktor des Hygienezentrum Bioscientia
© RTL

Wir müssen bis zum Sommer alle erreichen, die noch unentschlossen sind

Und was kann sonst noch alles schiefgehen? Da gebe es eine ganze Reihe von Sachen, die wir bisher auch schon erlebt haben, sagt uns Zinn. "An allererster Stelle stehen die Mutationen, an zweiter Stelle sehe ich Impfstoff-Lieferengpässe", so der Hygieniker. Falle zum Beispiel das neue Biontech-Werk, das bis zu einer Milliarde Impfstoff-Dosen herstellen solle, aus, dann hätten wir eine deutliche Verknappung des Vakzins zu verzeichnen.

LESE-TIPP: Das dürfen Geimpfte ab Samstag wieder

"Und wir müssen bis zum Sommer alle die erreichen, die in Sachen Impfen noch unentschlossen oder noch nicht gut informiert sind, um die Herdenimmunität zu erreichen." Dann gelte es, diese auch aufrechtzuerhalten - das heißt, es muss sich jetzt schon um das Thema Auffrischungsimpfung gekümmert werden.

IJA

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