Nachbarschaft steht unter Schock

Pädophiler Mann baut zwei Meter hohen Zaun - um 13-Jährige zu entführen und zu verstecken

Der pädophile Declan P. wollte eine 13-Jährige entführen.
Der pädophile Declan P. wollte eine 13-Jährige entführen.
Facebook/Declan P.

Zwei Meter und vierzig Zentimeter – so hoch baute Declan P. einen Zaun um sein Grundstück. Dahinter steckte eine furchtbare Fantasie: Denn der 58-Jährige wollte ein 13-jähriges Mädchen entführen und missbrauchen!

Pädophiler fällt auf Facebook-Profil von Kind rein

Die Nachbarn in dem kleinen Dörfchen Dromiskin in Irland stehen unter Schock. Ihr ruhiger Nachbar, der in einem kleinen gelben Haus hinter einem riesigen Zaun lebte, ist ein Pädophiler . P. flog auf, weil er auf ein gefälschtes Facebook-Profil reingefallen war. Aktivisten im Kampf gegen Kindesmissbrauch hatten sich als 13 Jahre alte „Charlotte“ ausgegeben.

Auf dem Profil war klar erkennbar, dass es sich bei Charlotte um eine Minderjährige handelte. P. kontaktierte das vermeintliche Mädchen und verabredete sich mit ihr. Am 14. Juli flog P. von Dublin nach Bristol, nahm den Zug nach Barnstaple. Doch dort wartete keine 13-Jährige – sondern die Aktivisten. Kurz darauf griff die Polizei ein.

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Möchtegern-Entführer hatte Kondome im Gepäck

In Chats hatte er der vermeintlichen Schülerin geschrieben, sich die Haare zu färben und dass sie sich in seinem Haus verstecken müsse. Als er gefasst wurde, hatte er einen Koffer mit Kondomen dabei sowie ein Rückreiseticket für sich selbst und „Charlotte“. Ein Richter sagte später: „Es war klar, dass er vorhatte, das Mädchen nach Irland zu entführen. Der Fall ist so ernst, dass er sofort inhaftiert werden musste.“ Sein Plan sei es gewesen, die vermeintliche Charlotte sexuell zu missbrauchen. Mit dem großen Zaun um sei Grundstück herum habe er versuchen wollen, das Mädchen zu verstecken.

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P. gab gegenüber dem Gericht seine Pläne zu. Er habe die Tat, sagte sein Anwalt, in einer Zeit der Isolation begangen. Seine letzte Beziehung sei 13 Jahre her und er hätte einen „Monat des Wahnsinns“ gehabt. Das ließ der Richter nicht gelten: P. erwartet nun eine 28-monatige Haftstrafe.

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Dorfbewohner von Dromiskin wollen nicht, dass Declan P. nach der Haft zurückkommt

Doch danach – das haben die Bewohner des Dorfes schon klar gemacht – könnte es auch draußen ungemütlich für ihn werden. Denn dort will man ihn nicht mehr haben. „Alle, ob jung oder alt, sind angewidert, dass so einer in unserer Nachbarschaft gelebt hat. Den Menschen ist übel geworden“, zitiert die britische Tageszeitung „The Mirror“ eine Nachbarin. In Dromiskin leben gerade einmal rund 1.200 Einwohner.

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Die Nachbarn hätten sich auch über den hohen Zaun gewundert: „Der Zaun ist erst kürzlich gebaut worden und er war ein echter Schandfleck. Die Menschen haben sich schon gewundert, warum er ihn gebaut hat (…) – aber jetzt wissen wir, was er hinter diesem hohen Zaun vorhatte“, erzählt ein anderer Nachbar. Wenn er frei kommt, ist er in Dromiskin nicht mehr willkommen: „Er soll besser nicht zurückkommen, wenn er freikommt“, droht ein Mann. (eon)