Raubkatze schleicht sich in Hütte in Indien

Leopard schnappt sich Jungen (5) - Mutter rettet ihr Kind aus seinem Maul

Kiran Baiga hat ihren fünf Jahre alten Sohn aus dem Maul eines Leoparden gerettet
Kiran Baiga hat ihren fünf Jahre alten Sohn aus dem Maul eines Leoparden gerettet
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06. Dezember 2021 - 9:16 Uhr

Indien: Mutter rettet Sohn vor Leoparden-Attacke

Mit einer Mutter sollte man sich besser nicht anlegen! Das musste nun auch ein Leopard lernen, der in Indien in eine Hütte eindrang und sich dort ein Kind packte. Wie der Sender CNN berichtet, saß Kiran Baiga mit ihren Kindern zuhause im Bundesstaat Madhya Pradesh, als sich die Raubkatze plötzlich hereinschlich und ihren fünf Jahre alten Sohn angriff.

Mutter rennt dem Leoparden laut schreiend hinterher

Der Leopard packte sich das Kind dem Bericht zufolge mit den Zähnen und rannte aus der Hütte. Doch so einfach wollte die Mutter ihren Sohn nicht als Leoparden-Mahlzeit enden lassen. Sie sprang auf und begann, hinter dem Tier her zu jagen. Dabei schrie sie so laut, dass auch die anderen Dorfbewohner aufmerksam wurden und aus ihren Häusern kamen. Dadurch wurde dem Tier die Situation offenbar doch zu heiß. Es ließ den kleinen Jungen los und machte sich aus dem Staub.

Baiga konnte ihren Sohn überglücklich wieder in die Arme schließen. Der Fünfjährige überstand den Raubkatzenangriff laut CNN mit leichten Verletzungen. Zwar hatte der Junge Bisswunden von der Begegnung mit dem Leoparden und er kam ins Krankenhaus. Inzwischen habe er sich aber vollständig erholt – dank der schnellen Reaktion seiner Mutter.

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Mutter begab sich selbst in Lebensgefahr, um ihr Kind zu retten

Auch der Ministerpräsident von Madhya Pradesh zeigte sich beeindruckt. Die Frau sei dem Leoparden, ohne zu zögern, einen Kilometer weit hinterher gerannt, um ihr Kind zu retten. Dabei begab auch sie sich in Lebensgefahr, denn das Tier hätte genauso gut die Frau angreifen können. "Dieser Mut, sich dem Tod zu stellen, ist eine unglaubliche Form von Mutterliebe", twitterte der Politiker.

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Leoparden kommen immer wieder in Dörfer rund um Nationalpark

Der Vorfall ereignete sich am 30. November in der Nähe des Sanjay-Dubri Nationalparks. Das Gebiet ist ein Reservat für Tiger und andere Wildtiere, darunter auch Leoparden, die dort frei herumstreifen können. Es gebe keine Zäune, wie ein Sprecher des Nationalparks im CNN-Interview erklärte. Rund um das Reservat, sei eine Art Puffer-Zone eingerichtet worden, in der vereinzelt auch Menschen leben.

Dort könne es immer wieder zu gefährlichen Begegnungen zwischen den Bewohnern und wilden Tieren kommen. Leoparden wüssten schließlich nicht, wo ihr Reservat aufhört und wo die Pufferzone anfängt. Auch das Dorf, in dem Kiran Baiga mit ihrer Familie wohne, liegt laut dem Bericht in dieser Zone. (jgr)