Laster rast in Pannenautos: Zwei Tote bei Frankfurt auf der A3

Zur Abschreckung: Polizist zeigt Gaffer die Unfallstelle mit Leiche

03. Mai 2021 - 21:22 Uhr

Horror-Crash am Frankfurter Fernbahnhof

Sonntagabend, kurz vor 22 Uhr: Zwei Pannenfahrzeuge stehen auf dem Standstreifen der A3 Richtung Köln. Plötzlich kommt ein Laster angefahren und erfasst die beiden Autos. Ein 35-jähriger Mann stirbt noch vor Ort. Eine 27-jährige Frau später im Krankenhaus. Als dann ein Gaffer Handyfotos machen will, platzt der Polizei der Kragen.

Krasse Abschreckungsmaßnahme: Gaffer muss sich die Leiche ansehen

Nach dem Unfall stoppten die Einsatzkräfte einen Gaffer und überprüften ihn. Der Mann wollte aus seinem Auto heraus das Trümmerfeld auf der gesperrten Autobahn fotografieren. Die Polizei zog ihn aus seinem Fahrzeug und führte den Mann zur abgedeckten Leiche des 35-Jährigen, um ihm deutlich zu machen, dass solche Bilder nichts auf dem Handy zu suchen haben. Er wird mit einer empfindlichen Strafe rechnen müssen.

Die beiden Fahrzeuge standen nach einer Panne auf dem Seitenstreifen. Nach derzeitigen Erkenntnissen kam der LKW in Höhe des Frankfurter Flughafens, zwischen dem Frankfurter Kreuz und der Anschlussstelle Kelsterbach, rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen die beiden Pkw. Der 31-jährige Fahrer des Sattelzuges erlitt einen Schock und musste medizinisch behandelt werden.

QR-Code gegen Gaffer einsetzen

In einer gestellten Szene der Johanniter-Unfall-Hilfe ist auf einem  Smartphone der QR-Code auf einem Rettungswagen zu sehen, der die Botschaft  "Gaffen tötet" enthält.
Projekt: QR-Code an Rettungswagen
© dpa, André Wagenzik, sab

Um dem Problem mit Gaffern endlich Her zu werden, sind die Fahrzeuge und die Ausrüstung der Johanniter-Unfallhilfe in einem Pilotprojekt mit QR-Codes ausgestattet worden. Hält jemand sein Handy auf den Code, erscheint auf dem Smartphone der Schriftzug: "Stopp. Gaffen tötet." Nach Angaben der Helfer kommen auf einen Unfall 26 Gaffer. Mit strafrechtlichen Folgen, dessen sind sich viele Gaffer offenbar gar nicht bewusst. Gaffen kann auch teuer werden.

Quelle: DPA/RTL.de

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