Horror in Sambia

Britische Studentin von Riesenkrokodil schwer verletzt

06. Dezember 2021 - 15:54 Uhr

Video: So erlebte Amelie den Krokodilangriff

"Ich hatte sehr, sehr viel Glück", sagt die 18-jährige Amelie Osborn-Smith. Womit sie nicht ganz falsch liegen dürfte: Als die britische Studentin in Sambia von einem 3-Meter-Krokodil angegriffen wurde, reagierte ein Freund blitzschnell und vertrieb das Reptil mit Schlägen auf die Nase. Amelie glaubte, sie würde ihren Fuß verlieren, aber Ärzte retteten ihn. Im Video erzählt die 18-Jährige vom Krankenbett aus, wir sie den Horror erlebte.

Beim Wildwasser-Rafting auf dem Sambesi von Krokodil attackiert

Amelie hatte gerade ihr Abi gemacht und war in Afrika mit dem Rucksack unterwegs. Der verheerende Krokodilangriff ereignete sich während des Wildwasser-Raftings auf dem Sambesi nahe Nähe der Viktoriafälle. Die Fremdenführer hatten gesagt, der Fluss sei sicher. Doch als die 18-Jährige ihr Bein aus dem Boot baumeln ließ, habe das Krokodil mit dem Kiefer ihre Wade gepackt und sie unter Wasser gezerrt, erzählt Amelies Vater der britischen Zeitung "Daily Mail".

Sambia: Bekannter schlug das Reptil in die Flucht

Während des Kampfes sei ihr Verstand auf Hochtouren gelaufen, sagt die Studentin dem Blatt. "Viele Leute sagen, dass man in so einer Situation sein Leben vor seinen Augen vorbeiziehen sieht. Aber das stimmt nicht. Man denkt eigentlich nur: Wie komme ich hier wieder raus? Dein Gehirn übersteuert, und du versuchst nur irgendwie, zu überleben."

Nachdem Amelies Bekannter in den Fluss gesprungen war und begonnen hatte, auf das Krokodil einzuschlagen, sprangen weitere Helfer hinterher. Es habe Chaos geherrscht, das Wasser sei voller Blut gewesen, erzählt eine Freundin der 18-Jährigen der "Daily Mail". "Irgendwann hat das Krokodil aufgegeben, und sie haben Amelie wieder ins Boot gezogen."

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Studentin hatte ihren Fuß schon aufgegeben

Die Studentin wurde in ein Krankenhaus in Sambias Hauptstadt Lusaka geflogen, wo die Ärzte ihr Leben retteten und auch um ihr schwer verletztes Bein kämpften. "Als der Unfall passierte, war mir schnell klar, dass ich meinen Fuß verlieren würde", erinnert sich Amelie Osborn-Smith. "Zu meinen Freunden hab ich gesagt: 'Es ist okay, wenn ich meinen Fuß verliere – Hauptsache, ich lebe.'" Aber dann sei ihr mitgeteilt worden, dass es ihrem Fuß gut gehe und sie schon bald wieder laufen könne. "Das war eine unglaubliche Erleichterung", sagt die Studentin.

Amelies Vater ist stolz auf die 18-Jährige. Sie habe "mit großem Mut gekämpft" und sich gegen das Krokodil gewehrt. Trotz der schweren Beinverletzung und einer ausgerenkten Hüfte habe sie weder geweint noch das Bewusstsein verloren.

Amelie will wieder nach Sambia reisen

Obwohl sie noch immer Albträume von dem schrecklichen Erlebnis hat, will Amelie erneut nach Sambia reisen, wenn ihre Verletzungen abgeklungen sind. Andere junge Leute, die das Abenteuer suchen, sollten sich von dem Vorfall nicht abschrecken lassen. "So etwas passiert extrem selten", sagt die 18-Jährige. "Wenn du immer denkst, du könntest später alles bereuen, hast du nie ein erfülltes Leben. Lasst euch von Rückschlägen nicht unterkriegen." (bst)