Hitzewellen und Starkregen

Mit diesen Tricks überleben Städte den Klimawandel in Deutschland

06. Oktober 2021 - 14:20 Uhr

Wassermelonen in Brandenburg

Attila Puszti erntet seine Wassermelonen im Sonnenuntergang. Aber nicht in Spanien oder Griechenland, wo sonst viel Wassermelonen herkommen, sondern nur ein paar Kilometer von Berlin entfernt. Möglich ist das nur, weil sich das Klima auch in Deutschland wandelt. Doch es bringt nicht nur gute Ernten mit sich. Städte wie Karlsruhe bereiten sich deswegen nun schon auf höhere Temperaturen und stärkere Regen vor. Welche Rolle Spielplätze und Bahnschienen dabei spielen, erfahren Sie im Video.

Städte müssen sich auf Extremereignisse vorbereiten

"Extremereignisse werden sehr sehr stark zunehmen", erklärt Dr. Inke Schauser vom Umweltbundesamt. 2050 würden viele Menschen unter Hitzewellen leiden, so die Expertin. Dieses Problem ist gerade für Karlsruhe relevant. Die Stadt ist heute schon eine der heißesten Gebiete Deutschlands. Gab es früher nur drei Tage über 30 Grad im Jahr, sind es inzwischen schon 30 Tage. Deswegen hat sich Karlsruhe viele Maßnahmen einfallen lassen, um den steigenden Temperaturen entgegenzuwirken.

Dabei spielen zwei Dinge eine besondere Rolle: Wasser und grüne Bepflanzung. Karlsruhe verfügt bereits jetzt über Wasserspender, um seine Bewohner mit Trinkwasser zu versorgen. Aber bei Extremwetter-Ereignissen kann es auch mal zu viel Wasser geben.

Um sich vor Starkregen zu schützen, hat die Stadt sich etwas besonderes einfallen lassen: Wasserauffangbecken, die aber nicht direkt als solche zu erkennen sind. Stattdessen kann man bei genauem Hinsehen bemerken, dass manch ein Spielplatz in einer Art Kuhle liegt. Dadurch kann sich dort bei starkem Regen Wasser sammeln, wo in normalen Zeiten Kinder spielen.

Welche weiteren kreativen Regelungen sich die Stadt für Neubauten und die Begrünung einfallen lassen hat, sehen Sie im Video. (skn)