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Erderwärmung

Erderwärmung meint den globalen Temperaturanstieg in der Atmosphäre und den Weltmeeren. Dieser Klimawandel wird zum Teil durch Menschen verursacht.

Erderwärmung picture alliance / Jochen Tack | Jochen Tack

Die Erderwärmung gilt als eines der drängendsten Probleme der Menschheit. Sie wird oft mit dem Klimawandel gleichgesetzt, doch aus der wissenschaftlichen Sicht ist eine Differenzierung notwendig. Klimawandel ist ein Phänomen, das seit Beginn der Erdgeschichte existiert. Klimawandel kann auch Abkühlung bedeuten. Viele Wissenschaftler sind überzeugt, dass die gegenwärtige Erderwärmung menschengemacht ist. Eine Hauptursache ist der Anstieg des Treibhausgases CO2 in der Atmosphäre. Dadurch kann weniger Wärme in das All entweichen. Die unteren Atmosphärenschichten werden ebenso wie die Weltmeere erwärmt. Das ist die Erderwärmung.

Was meint Erderwärmung genau?

Gemeint ist der Anstieg der globalen Temperatur auf der Erde. Zu allen Zeiten hat es Veränderungen der Durchschnittstemperatur in einzelnen Regionen oder Kontinenten der Erde gegeben. Natürliche Schwankungen werden durch Wetterphänomene wie den El Nino oder Vulkanausbrüche verursacht. Meteorologen können seit über 100 Jahren eine Durchschnittstemperatur für den gesamten Globus errechnen. Seit dem Beginn des Industriezeitalters ca. 1850 beobachtet man einen Anstieg der globalen Temperaturen. Diese Erderwärmung ist unter anderem durch den Schwund der Gletscher belegt. Ursachen sind der stetige Anstieg der Emissionen von CO2, aber auch die intensive Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen und die Abholzung der Regenwälder. Da eine weitere Erderwärmung sowohl für die Menschen wie auch für die Natur gravierende Folgen haben könnte, wurde im Pariser Klimaschutzabkommen ein Ziel formuliert: Die Erderwärmung darf nicht mehr als 2 Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter betragen. Davon sind 1,1 Grad bereits erreicht (Stand 2020). Die Menschheit will deshalb Maßnahmen ergreifen, um eine Erderwärmung zu verhindern, die über weitere 0,9 Grad Celsius Zuwachs hinausgeht. An erster Stelle steht dabei eine Reduktion der CO2-Emissionen.

Folgen der Erderwärmung

2016 war eines der heißesten Jahre in der Geschichte der modernen meteorologischen Aufzeichnungen. Es folgten weitere sehr warme Jahre, die die Folgen der Erderwärmung vor Augen führen: Es gibt eine Zunahme von Dürreperioden. Hitzewellen führen zu Hitzetoten, Waldbränden und Ernteausfällen. Der Anstieg des Meeresspiegels führt zu Überschwemmungen. Die Erderwärmung kann zudem vermehrt zu Extremwettereignissen wie Sturm und Starkregen führen.