Eine Patientin erzählt, was ihr besonders geholfen hat

Diagnose Brustkrebs: Hilotherapie schenkt ein Stück Lebensqualität

16. Oktober 2020 - 12:34 Uhr

Jedes Jahr erkranken mehr als 70.000 Frauen und 700 Männer an Brustkrebs

Der Oktober gilt als internationaler Brustkrebs-Monat. Jedes Jahr erkranken mehr als 70.000 Frauen und 700 Männer an der Krankheit. Wer die Diagnose Brustkrebs erhält, muss sich meistens einer Chemotherapie unterziehen. Zwar hilft diese oft, den Krebs zu besiegen – meistens haben die Betroffenen aber mit vielen Nebenwirkungen zu kämpfen.

Kühlkappen, Schuhe und Handschuhe gegen Haarausfall und Schmerzen

Die Hamburgerin Katja Pezetta hat ihre Diagnose im Frühjahr dieses Jahres erfahren. Nur durch Zufall bemerkte sie beim Abtasten ihrer Brust einen Knoten, so konnte sie rechtzeitig mit der Chemotherapie beginnen. Seitdem sitzt sie – neben der Chemo-Behandlung - regelmäßig im Mammazentrum Hamburg und zieht sich Kühlkappe, Kühlhandschuhe und Kühlschuhe auf. Denn: In diese ist ein Kühlsystem integriert – und das hilft dabei, die eigenen Haare zu behalten, mindert Nervenschäden und Taubheitsgefühle an Händen und Füßen. Wie die sogenannte Hilotherapie genau aussieht, sehen Sie im Video.

Mehr Lebensqualität durch die Kühlkappentherapie

Frauen wie Katja Pezetta sind froh, dass das Mammazentrum die Kühlkappentherapie zur Verfügung stellt. So können sie sich in ihrer Haut trotzdem wohlfühlen und das soll sogar bei der Genesung helfen. Zwar kostet eine Kühlkappenbehandlung für den Kopf rund 80 Euro, für Hände und Füße ist sie aber umsonst. Denn einen Großteil der Kosten zahlt die Stiftung Mammazentrum e.V., die ebenfalls durch Spenden die Anschaffungskosten der Geräte von rund 9000 Euro übernimmt. Ohne die Hilfe der Stiftung müssten viele betroffene Frauen auf diese Behandlung verzichten und würden damit ein Stück Lebensqualität verlieren.

Über den Brustkrebsmonat Oktober

Schon seit mehreren Jahren steht die Krankheit, die vor allem Frauen trifft, in jedem Oktober im Fokus. So soll die Aufmerksamkeit erhöht werden, denn: Je eher die Krankheit entdeckt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Und das Mammazentrum rät daher, regelmäßig den Frauenarzt oder die Frauenärztin für Kontrollen zu besuchen.