Duales Studium für Geburtshelfer

Hebammen-Ausbildung künftig an Hochschulen in Fulda, Frankfurt und Gießen

Hebamme mit werdender Mutter bei Schwangerschafts-Untersuchung.
Hebamme mit werdender Mutter bei Schwangerschafts-Untersuchung.
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16. Juni 2021 - 14:55 Uhr

Über 140 Studienplätze für das Duale Studium der Hebammenwissenschaft

Die Hochschulen in Fulda, Frankfurt und Gießen übernehmen ab dem Jahr 2023 die komplette Hebammenausbildung in Hessen. Dazu werden nach Angaben des Wissenschaftsministeriums insgesamt mehr als 140 Studienplätze eingerichtet. Das Duale Studium der Hebammenwissenschaft kann mit dem Bachelor abgeschlossen werden und ist in der Regel auf sieben Semester ausgelegt. Mit der Umstellung der Ausbildung kommt das Land seiner im vergangenen Jahr im Hebammenreformgesetz bundesweit festgelegten Verpflichtung nach.

Kooperationen zwischen Hochschulen und Krankenhäusern

Gut ausgebildete Hebammen werden in Hessen nämlich dringend gebraucht. Kein Geheimnis - spätestens seit dem 2019 vom Sozialministerium beauftragten Gutachten zur Hebammenversorgung in Hessen. Schon damals hieß es, dass das Angebot die hohe Nachfrage nicht decken könne. Durch das Duale Studium wolle man jetzt die Hebammenversorgung weiter verbessern.

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Ermöglicht werden die Studiengänge durch entsprechende Kooperationen der Hochschulen mit Krankenhäusern: Die Hochschule Fulda – die bereits seit 2012 den Studiengang Hebammenkunde anbietet – arbeitet dazu mit der Philips-Universität Marburg und dem Uniklinikum Marburg zusammen. In Gießen kooperieren die Technische Hochschule Mittelhessen, die Justus-Liebig-Universität und das Uniklinikum. Die Frankfurt University of Applied Sciences richtet den Studiengang gemeinsam mit der Goethe-Universität und der Uniklinik Frankfurt ein.

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Hebammen werden in Hessen dringend gebraucht

"Ich freue mich sehr, dass es uns gelingt, die Ausbildung nicht nur mit der Akademisierung auf eine neue Ebene zu heben, sondern auch die Kapazität deutlich zu steigern – denn diese zusätzlichen Fachkräfte werden gebraucht", sagte Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) bei der Vorstellung der Pläne. Der Vizepräsident der Goethe-Universität, Roger Erb, sprach von einem "Musterbeispiel für optimale Kooperation". Der Studiengang sei der erste gemeinsame der beiden Frankfurter Hochschulen.

Quelle: DPA