Krankenkasse liefert erschreckende Zahlen

Immer mehr Melanome! Fast doppelt so viele Hautkrebsfälle wie noch vor 10 Jahren

Krankenkasse KKH offenbart: Zahl der Hautkrebs-Patienten wird immer höher.
Krankenkasse KKH offenbart: Zahl der Hautkrebs-Patienten wird immer höher.
© LightFieldStudios

12. August 2021 - 12:58 Uhr

Vorsicht vor zu viel Sonne

Es ist Sommer und die wärmeren Temperaturen – inklusive kurzer Kleidung und leckerem Eis – versüßen uns das Leben. Sonne macht einfach gute Laune! Trotzdem gilt es eines nicht zu vergessen: Die UV-Strahlen schädigen unsere Haut und gehören zu den Hauptrisikofaktoren für Hautkrebs – und die Fälle nehmen deutlich zu, wie Daten der KKH Kaufännischen Krankenkasse zeigen.

Die Zahlen schnellen in die Höhe

Laut der gesetzlichen Krankenkasse bekamen im vergangenen Jahr 45 Prozent mehr Männer und Frauen bundesweit die Diagnose "Malignes Melanom", also "schwarzen Hautkrebs", als noch im Jahr 2010. An "weißem Hautkrebs" (Basaliom), der besser zu therapieren, aber dennoch gefährlich ist, hat sich die Zahl der betroffenen Versicherten in der Zeitspanne von zehn Jahren sogar fast verdoppelt.

Lese-Tipp: Gesundheitslexikon Schwarzer Hautkrebs (Malignes Melanom)

Hautkrebs tritt häufig im Alter auf - und unsere Gesellschaft wird immer älter

Wie oft haben Sie als Kind gehört, Sie sollen sich bloß eincremen? Oder Hand aufs Herz: Wie unbedacht hat man sich als Teenager oder Heranwachsender (oder vielleicht sogar noch als Erwachsener) in die Sonne geknallt, ohne auch nur einen Gedanken an Sonnencreme zu verschwenden? Obwohl man wusste, wie schädlich das für die Haut sein kann? Hautkrebs zählt nämlich zu den häufigsten Tumorarten in Deutschland. Vor allem bei älteren Menschen, ab einem Alter von 55 Jahren, steigt das Risiko, an "weißem Hautkrebs" zu erkranken, bedeutend. Ab 75 Jahren gibt es mehr Personen, die an "schwarzem Hautkrebs" erkranken. Damit zeigt die Auswertung der Krankenkasse KKH, dass eine bösartige Erkrankung der Haut eine Frage des Alters ist.

Und weil unsere Gesellschaft immer älter wird, steigt somit auch die Zahl der Hautkrebsfälle. Auch der Klimawandel hat damit etwas zutun, denn: Die immer werdende Ozonschickt sorgt dafür, dass wir heißere Sommer erleben und damit einer höheren Anzahl an UV-Strahlen ausgesetzt sind. Was ebenfalls alles andere als hilfreich ist? Solarienbesuche.

Zum Glück gibt es bei den gesetzlichen Krankenkassen die Möglichkeit, sich früh genug kostenlosen Untersuchungen zu unterziehen. Alle zwei Jahre lang können sich Menschen ab 35 Jahren einer Früherkennung unterziehen. Versicherte im Alter von 18 bis 34 Jahren können regelmäßig zum Hautkrebsscreening gehen. Ein Hautarzt checkt dann den Körper, von Kopf bis Fuß, auf Veränderungen ab. Trotzdem schadet es nicht, seine Haut auch regelmäßig selbst nach auffälligen Stellen abzusuchen – im Gegenteil.

Lese-Tipp: Mit der ABCD-Regel Hautkrebs früh genug erkennen

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Bei Sonnenschutz gilt: Mehr ist mehr!

Zugegeben: Beim Urlaub im Süden kann man sich schon mal schnell verbrennen. Nur zehn Minuten saß man am Pool, schon ist die Haut gerötet und schmerzt. Aber kein Problem:, ist ja nach wenigen Tagen alles wieder weg. Aber so einfach ist das nicht, denn wie sagt man so schön? Die Haut vergisst nicht. Sie ist unser größtes Organ, mit jedem Sonnenbrand setzen wir sie einem erhöhten Hautkrebsrisiko aus. Vergessen Sie also nie die Sonnencreme, halten Sie sich wenn möglich im Schatten auf, vermeiden Sie Sonnenbäder zur strahlungsreichen Mittagszeit und bedecken Sie sensible Stellen, wie zum Beispiel den Kopf, am besten mit einem Sonnenhut. Das schützt zudem vor einem Hitzschlag. Außerdem wichtig: Stellen wie Nacken, Ohren und den Fußrücken beim Eincremen nicht vergessen. Und wenn Sie zwischendurch schwimmen gehen oder sich schon länger draußen aufhalten: unbedingt nachcremen! (vdü)