Feuerwehr hat Rufkontakt mit 3 Verschütteten

Haus bei Iserlohn explodiert! Mehrere Verletzte und 5 Vermisste

Mehrfamilienhaus ín Hemer explodiert Dramatische Bilder im Sauerland
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Dramatische Bilder im Sauerland
Mehrfamilienhaus ín Hemer explodiert

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Bei einer Explosion im sauerländischen Hemer (NRW) ist ein Mehrparteienhaus vollständig eingestürzt. Dabei seien drei Menschen schwer und mehrere leicht verletzt worden, sagte eine Polizeisprecherin am Freitagabend auf Anfrage. Fünf Menschen werden derzeit vermisst. Die Ursache der Explosion sei noch unklar. Die umstehenden Häuser würden derzeit evakuiert. Die Feuerwehr sei vor Ort im Rettungseinsatz. Hemer liegt bei Iserlohn im Märkischen Kreis.

Feuerwehr Hemer: Haben Kontakt zu eingeschlossenen Personen

„In dem Gebäude sind sechs Parteien gemeldet und acht Personen wohnen in dem Gebäude“, sagt Andreas Schulte, Pressesprecher der Feuerwehr Hemer. Beim Eintreffen der Feuerwehr sei eine Person auf dem Rest des Gebäudes gefunden worden. „Die Person wurde gerettet und in Sicherheit gebracht mit schwersten Verletzungen“, so Schulte im RTL-Interview. Man habe Kontakt mit drei Personen, die noch unter den Trümmern eingeschlossen seien. Die Kommunikation gestalte sich aber schwierig, man gehe davon aus, dass alle schwerst verletzt seien. Das THW sein angefordert, um die Menschen zu bergen. Dabei müsse man allerdings vorsichtig sein, um die verschütteten Personen nicht weiter zu verletzen.

Auch eine Hundestaffel soll bei der Suche nach weiteren Verschütteten helfen. Eines der Tiere soll womöglich eine vierte Person unter den Trümmern entdeckt haben, das erfuhr RTL-Reporter am Freitagabend vor Ort. „Es gibt eine vermutete Person, weil eben ein Rettungshund angeschlagen hat“, so Schulte. Man versuche auch, sich einen Überblick mit Drohnen zu verschaffen. Außerdem befinde sich ein Statiker vor Ort, der umliegende Gebäude auf ihre Sicherheit überprüfe. „Aufgrund der Schwere der Explosion musste noch ein Straßenzug geräumt werden, weil die Häuser beschädigt worden sind.“

Stromausfall! Beatmungsgeräte drohten zu versagen

Neben dem Hauseinsturz und den damit verbundenen Rettungsarbeiten kam ein weiteres Problem auf die Einsatzkräfte vor Ort zu. „Durch die Explosion ist der Strom im ganzen Ort ausgefallen“, sagte Feuerwehrsprecher Schulte. „Wir haben circa 70 Meter Luftlinie entfernt von dem Schadensobjekt eine Beatmungs-WG mit Menschen, die von Geräten beatmet werden müssen.“ Wenn der Strom ausfalle, würde diese über Akkus weiter betrieben. Doch diese würden wohl nur zwei Stunden halten. Ein Wettlauf gegen die Zeit. Man habe kurzfristig einen Bagger organisieren können und die Stromversorgung dann wiederhergestellt. „Insgesamt sind wir mit 200 Leuten vor Ort.“

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Vermisste sind unter Trümmern begraben

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Wie lokale Medien berichten, soll sich die Explosion gegen 19 Uhr ereignet haben. Der Knall sei im gesamten Bereich der Hemer Innenstadt zu hören gewesen, die Druckwelle teils zu spüren. Das betroffene Gebäude soll sich in der Nähe einer Tankstelle an der Hauptstraße befinden. Nach bisherigen Erkenntnissen sei wohl ein Gastank explodiert, das gab Schulte in einem Statement bekannt.