Demonstration in DüsseldorfBjörn Höcke (AfD) auf Veranstaltungen in NRW – Tausende protestieren gegen den umstrittenen Politiker
Mehr als 3.000 Menschen sind am Sonntag (22.02.) in Dortmund auf die Straße gegangen, um gegen den AfD-Politiker Björn Höcke zu demonstrieren. Er sprach beim Neujahrsempfang der AfD im Rathaus. Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti (CDU) hatte vorher versucht, den Auftritt per Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen zu stoppen – ohne Erfolg. Am Montag (23.02.) hat der Thüringer AfD-Chef seine NRW-Tour in Düsseldorf-Garath fortgesetzt.
Demo gegen AfD-Veranstaltung in Düsseldorf
Die Polizei rechnet mit 7.000 Demonstranten - auch ein Wagen von Satire-Künstler Jaques Tilly ist am Start. Grund ist der Auftritt von Björn Höcke (AfD). Er ist am Montagabend (23.02.) bei einer AfD-Veranstaltung in der Landeshauptstadt und will eine Rede halten. Doch das versuchen mehrere Bündnisse zu verhindern wie „Düsseldorf stellt sich quer.“ Der Vorsitzende Oliver Ongaro erklärt: „Jemand, der das Holocaustdenkmal in Berlin in Frage stellt, der irgendwie wirklich NS-Vokabular von sich gibt und dafür zweimal verurteilt worden ist, den man Faschist nennen darf, so jemanden müsse man aufhalten.“ Auch notfalls mit Sitzblockaden, so der Ongaro.
Im Video: Live-Schalte zu Sebastian Reddig in Düsseldorf
Darum ist Höcke in NRW
Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft Höcke als rechtsextrem ein. Der Thüringer Fraktionschef ist in Lünen geboren und aktuell wieder in NRW unterwegs. Den Vorsitzenden der AfD Düsseldorf stört der Gegenwind nicht. Er meint gegenüber RTL WEST: „Er ist einfach der erfolgreichste Politiker der AfD im Osten. Die AfD in Thüringen, die steht ja bei 38 Prozent in den Umfragen. Er war noch nie bei uns in Düsseldorf und da war es höchste Zeit für uns zu sagen Fragen wir Björn Höcke, ob er nach Düsseldorf kommt.” In Garath ist die Arbeitslosenquote die höchste der Stadt. Mehr als 40 Prozent der Menschen haben einen Migrationshintergrund. In keinem anderen Düsseldorfer Stadtteil holte die AfD mehr Stimmen bei der Kommunalwahl 2025 in NRW. Zu dieser Zeit trat die Alternative für Deutschland gemäßigter auf, so Politikwissenschaftler Norbert Kersting.
Jetzt will der rechte Flügel aber laut Kersting die Werbetrommel rühren, denn 2026 wählt die NRW AfD ihren Landesvorsitzenden. Das ist bislang Martin Vincentz. Er gilt als moderat. Auf RTL WEST Anfrage äußert er sich nicht zu der Veranstaltung. Björn Höcke hat sich für ein Interview bereit erklärt, aber erst nach Redaktionsschluss. Er steht vor seinem Auftritt unter Personenschutz, denn solche Proteste verlaufen nicht immer friedlich. Vor zwei Jahren fand in Essen der AfD Bundesparteitag statt. Demonstranten attackierten damals auch Einsatzkräfte. 28 Beamte wurden dabei verletzt.































































