Kuriose Fakten über unsere Sinnesorgane

Dieser Duft lässt uns schlanker wirken

12. Mai 2021 - 17:44 Uhr

HNO-Ärztin verrät spannende Fakten über Sinnesorgane

Die Hamburgerin Dr. Christine Löber ist Sinnesorgan-Expertin, schließlich ist sie Hals-Nasen-Ohren Ärztin und hat jetzt auch noch ein Buch zu Nase, Ohren und Co. veröffentlicht: "Immer der Nase nach". Im RTL Interview verrät uns die Expertin, was Gerüche mit uns machen und wie die eigene Stimmlage mit Erfolg im Job zusammenhängt.

Tja und warum sogar Q-Tips – also die Wattestäbchen – eine erotische Funktion haben können, das sehen Sie im Video.

Geruch spielt bei Partnerwahl und sexueller Anziehung große Rolle

Die Nase hat, und ganz besonders Gerüche, eine große Bedeutung für unser Leben – mehr als wir vielleicht denken. Zum Beispiel spielt der Duft bei der Partnerwahl eine Rolle, erklärt uns Dr. Christine Löber: "Es ist tatsächlich so, dass Frauen Männer auswählen, die genetisch unterschiedlich sind", und diese Auswahl geht eben über den Geruch, so die Ärztin.

Allgemein hängt der natürliche Duft eines Menschen mit der sexuellen Anziehung zusammen. Untersuchungen aus einem Stripclub haben ergeben, dass Stripperinnen, die die Pille nehmen, im Schnitt weniger Geld zugesteckt bekamen als die Damen mit einem natürlichen Zyklus. Außerdem gab es die meisten Scheinchen für die Frauen, die gerade ihren Eisprung hatten.

Und Grapefruits sind offenbar die Längsstreifen unter den Düften - sollen einen nicht nur jünger, sondern auch schlanker wirken lassen. "Wer meint, dass er das machen möchte: Wahrscheinlich ist der Grapefruit-Duft sinnvoller als irgendwelche Abnehm-Tabletten oder so", so Löber.

Die Angst um den Geschmacksverlust ist besonders bei Corona hoch

Welch enormen Einfluss Hals, Nase und Ohren auf unsere Psyche haben kann, zeigt sich besonders bei den Corona-Erkrankungen momentan. Häufig klagen viele Patienten über einen Geschmacksverlust und die Angst, dass dieser Sinn vielleicht nicht mehr zurückkommt, ist groß: "Das ist ein ganz großer Verlust an Lebensqualität. Ich muss essen und trinken und das alles macht keinen Spaß, das ist dann nur eine automatische Handlung", erklärt die Expertin.

Doch verbinden wir auch positives mit unserem Geschmackssinn, man denke nur an leckeres Essen. Besonders Süßes und Fettiges hat es uns Erwachsenen angetan, doch auch Kinder lieben ungesunde Sachen. Das könnte – laut Expertin – mit der Muttermilch zusammen liegen, die ist nämlich auch süß und fettig!

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Unsere empfindlichen Lauscher mögen tiefe Stimmen

Auch rund um das Ohr gibt es spannende Fakten, die einen aufhorchen lassen. Wer einer Frau mit einer tieferen Stimme zuhört, zum Beispiel bei einem Vorstellungsgespräch, traut ihr automatisch mehr zu und hält sie auch für kompetenter und geeigneter für den Job, erzählt uns Dr. Christine Löber, die ihre eigene tiefe Stimme früher nie mochte.

Unsere Lauscher sind aber sehr empfindliche Organe, besonders was die Lautstärke betrifft. Stadtmenschen haben oft mit viel Lärm zu kämpfen, während es auf dem Land meist sehr ruhig zugeht. Aus diesem Grund hören Landmenschen häufig länger und besser im Vergleich zu Städtern.(agi)

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