19-Jähriger tut so, als wäre er schwer verletzt

Überwachungsaufnahmen enthüllen: Dieser Motorrad-Unfall ist fake!

04. Oktober 2021 - 10:45 Uhr

19-Jähriger schiebt Motorrad auf die Straße und legt sich darunter

Ein Motorradfahrer liegt auf der Straße – scheinbar verletzt und nicht in der Lage sich zu bewegen. Ein Auto hält, wenig später treffen Polizei und Rettungskräfte an der vermeintlichen Unfallstelle ein. Doch Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen: Dieser Crash war gestellt. Die Nottinghamshire Police veröffentlichte das Video. Darauf ist deutlich zu sehen, wie der Teenager sein Motorrad auf die Straße schiebt und unter das Gefährt krabbelt, um sich als Unfallopfer zu inszenieren.

Rettungskräfte nehmen den Vorfall ernst und starten Großeinsatz in Mansfield

Damit brachte sich der junge Mann nicht nur selbst in Gefahr, sondern auch andere. Der Vorfall habe einen großen Notfalleinsatz ausgelöst, so die Polizei: "Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen – alle kamen und sperrten die Straße für über eine Stunde". Die Einsatzkräfte hätten gefehlt, wäre zur gleichen Zeit irgendwo ein echter Unfall passiert. Der 19-Jährige habe Zeit und Ressourcen verschwendet.

Der Teenager habe vorgegeben, immer wieder das Bewusstsein zu verlieren. Er habe den Rettungskräften erzählt, dass er seine Beine und die komplette rechte Seite seines Körpers nicht mehr fühlen könne. Wie die Kameraaufnahmen enthüllten, war all das aber alles gelogen. Kurz bevor er von Einsatzfahrzeugen und Blaulicht umringt war, konnte der junge Mann noch ohne Probleme laufen.

Polizei warnt: Fake-Unfall hätte Menschenleben kosten können

Weil das auf den ersten Blick aber nicht zu erkennen war, wurde der 19-Jährige nach seinem angeblichen Unfall ins Krankenhaus gebracht, weil die Retter angst hatten, er könnte schwer verletzt sein. Erst als die Polizei die Videoaufnahmen auswertete, um mehr über die Unfallursache herauszufinden, flog der Schwindel auf. Der 19-Jährige gestand, den Unfall am 1. Mai in Mansfield nur vorgegeben zu haben. Gegen ihn wird nun ermittelt.

Nun veröffentlichte die Polizei die Aufnahmen, um davor zu warnen, nicht von ihrer eigentlichen Arbeit abzuhalten. "Die Feuerwehr in Nottinghamshire verbringt Stunden damit, unnötige Einsätze zu bearbeiten", erklärte auch Bryn Coleman von der örtlichen Feuerwehr. Das würde Rettungskräfte davon abhalten, bei echten Notfällen schnell vor Ort sein zu können. "Alles, was wir wollen ist, dass die Leute nur in echten Notfällen bei uns melden", erklärte auch die Polizei. (jgr)