„Mein gewohntes Leben zerbrach in einem Augenblick”Vierfach-Mama rutscht beim Wäscheaufhängen aus – jetzt ist sie gelähmt

Für Tara und ihren Partner Ash bricht nach dem Unfall ein neues Leben an.
Für Tara und ihren Partner Ash bricht nach dem Unfall ein neues Leben an.
GoFundMe

Tara vermisst die ausgelassene Zeit mit ihren Kindern so sehr!
Hunderte Male hat die Mutter bereits die Wäsche ihrer Familie aufgehängt. Auch im Juli verlässt sie das Haus mit den Klamotten, spaziert auf die Terasse – und rutscht plötzlich aus. Was sich wie eine leichte Zerrung anfühlt, stellt das Leben der 34-Jährigen komplett auf den Kopf.

Mutter kämpft nach Sturz mit gefährlichem Syndrom

Denn hinter dem vermeintlich ungefährlichen Unfall verbirgt sich eine lebensverändernde Tragödie. Tara Stovold aus Lancashire in England schluckt abends nach dem Sturz Schmerzmittel, macht sich keine großen Gedanken – doch als sie aufwacht, fühlt sich ihr linkes Bein und der Gesäßbereich taub an, erzählt sie der Sun. Sofort sucht sie ein Krankenhaus auf.

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„Zunächst habe ich die Symptome nicht erkannt, und als ich in die Notaufnahme kam, wurde nicht nur die Dringlichkeit übersehen, sondern ich wurde auch falsch diagnostiziert”, erinnert sich Tara auf der Spendenseite GoFundMe. Denn statt an einem Steißbeinbruch leidet die Britin unter dem seltenen und lebensgefährlichen Cauda-equina-Syndrom, bei dem die Nervenwurzeln am unteren Ende der Wirbelsäule zusammengedrückt werden. Ausgelöst wurde die Erkrankung durch einen Bandscheibenvorfall.

Tara ist nach Entzündung dauerhaft gelähmt

„Was innerhalb von 24 bis 48 Stunden operiert werden musste, blieb fast drei Wochen lang unbehandelt, bis ich mit dem Krankenwagen zu einer Notoperation an der Wirbelsäule gebracht wurde. Als ich aufwachte, war ich von der Hüfte abwärts auf der linken Seite gelähmt.”

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In der Klinik entzündet sich auch noch ihre Wirbelsäule, die Mutter wird zwei weitere Male operiert – und ist nun dauerhaft von der Hüfte abwärts gelähmt, habe über Darm und Blase „keine Kontrolle mehr” und wird ihr restliches Leben „im Rollstuhl verbringen.”

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Tara Stovold richtet Appell an weitere Betroffene

Nach der so grauenvollen Diagnose habe sie sich in einer „mental sehr schlechten Verfassung” befunden, habe viel „um das Leben getrauert, das ich geführt hatte.” Die vierfache Mama hatte vorher viel Zeit mit ihren Kindern verbracht, ging spazieren oder spielte Fußball mit ihnen. Dinge, die jetzt nicht mehr möglich sind. Im Krankenhaus schottet sich Tara ab, lässt nur ihre engsten Familienmitglieder an sich ran – eine Entscheidung, die sie mittlerweile bereut.

„Versuche, dich nicht schuldig zu fühlen, weil dir das passiert ist. Ich habe das nicht selbst verursacht, ich habe nur die Hauptlast getragen”, richtet sie einen Appell an Betroffene, die mit einem ähnlichen Schicksalsschlag kämpfen. „Wenn ich zurückblicke, gab es so viele Menschen, die helfen und unterstützen wollten.” Es sei schwer, dies anzunehmen – aber auf jeden Fall „notwendig.”

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Auf der Spendenseite GoFundMe bitten sie und ihr Partner Ash um finanzielle Unterstützung. Ihr altes Haus, in das die Familie so viel Liebe gesteckt habe, sei nicht mehr bewohnbar. „Unser Hauptziel ist der Kauf und Umbau eines Bungalows, um ein sicheres und barrierefreies Zuhause für unsere sechsköpfige Familie zu schaffen”, schreibt die Mutter zu ihrem Spendeziel von rund 200.000 Euro.

Denn auch wenn sie wohl nie wieder laufen können wird, kann sich Tara auf viele wertvolle und schöne Momente mit ihren Kindern freuen – dann bald hoffentlich in einem neuen Zuhause.

Verwendete Quellen: TheSun, GoFundMe, DailyPost