Im Norden Athens wütet erneut ein gewaltiger Waldbrand

Waldbrand in Griechenland außer Kontrolle: Athen droht jetzt sogar ein Blackout

06. August 2021 - 6:34 Uhr

Athen: Feuerwehr schafft es nicht den Brand unter Kontrolle zu bringen

Im Norden der griechischen Hauptstadt Athen wütet ein weiteres Mal ein gewaltiger Waldbrand, den die Feuerwehr bisher nicht unter Kontrolle bringen konnte. Jetzt droht der Metropole ein Blackout: Die Elektrizitätsgesellschaft hat aus Sicherheitsgründen einen großen Verteiler in der Region abgeschaltet. Das Unternehmen kündigte an, in Athen stellenweise den Strom zu unterbrechen, um die Versorgung insgesamt aufrecht erhalten zu können. Die Bürger sollen im Laufe des Donnerstagabends informiert werden, wann es wo keinen Strom gebe.

Norden Athens: Ortschaft Krioneri vorsorglich evakuiert

In Griechenland wird die Situation durch die anhaltenden Waldbrände immer dramatischer. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr haben nur wenig Zeit - sobald die Dunkelheit hereinbricht, können die Löschflugzeuge und -hubschrauber nicht mehr fliegen.

Die Ortschaft Krioneri 25 Kilometer nördlich vom Athener Stadtzentrum ist bereits vorsorglich evakuiert worden. Die zentrale Autobahn zwischen Athen und Thessaloniki ist gesperrt worden. Erst vor zwei Tagen war im Norden der Hauptstadt ein großer Brand ausgebrochen, der jedoch unter Kontrolle gebracht werden konnte. Genau das ist jetzt bei dem erneuten Inferno bisher nicht gelungen.

Auch viele andere Gegenden des Landes stehen nach langer Trockenheit und Hitze lichterloh in Flammen. Zahlreiche Ortschaften wurden evakuiert, viele Häuser sind einfach abgebrannt.

Feuer in Griechenland, Italien und in der Türkei

Es brennt und brennt immer weiter – nicht nur in Griechenland. Die verheerenden Brände im Mittelmeerraum nehmen auch nach einer Woche kein Ende. In Italien, Griechenland und der Türkei sind schon ganze Regionen verkohlt. Die Feuerwehr kommt mit dem Löschen gar nicht hinterher, weil Hitze und Wind die Situation immer wieder verschärfen. Das Schlimmste steht womöglich noch bevor. (dpa, fhe)

Einen Überblick über die gesamte Lage im Mittemeerraum gibt es HIER.