Niemand weiß, woher Gizmo kommt

Von Maden zerfressen! Tierschützer retten vernachlässigtes Hündchen

Gizmo als man ihn fand: Seine Augen waren von Kot verklebt und Maden fraßen sich durch seine Wunden.
Gizmo als man ihn fand: Seine Augen waren von Kot verklebt und Maden fraßen sich durch seine Wunden.
© Facebook/ friendsofrescueireland

09. Januar 2022 - 9:44 Uhr

Gizmo flüchtete hinter den Schuppen

Als Tierschützer den kleinen Gizmo vor wenigen Tagen hinter einem Schuppen finden, sehen sie nur sein verfilztes Fell und die Dreckklumpen an seinen Beinen. Doch dann bringen sie den Hund zum Tierarzt und lassen ihn scheren. Dabei kommen nicht nur dicke Eiterpusteln zum Vorschein, sondern auch jede Menge Maden, die sich durch seine Wunden fressen.

Einfach vor der Haustür ausgesetzt: Niemand weiß, woher Gizmo kommt

Es sind erschreckende Bilder, die die irische Tierschutzorganisation Friends of Rescue auf Facebook teilt. Die Tierschützer waren zu einem Hilferuf nach Limavady in Nordirland gefahren und fanden dort ein kleines Fellbündel, verdreckt und verfilzt, das sich an die Wand eines Holzschuppens drängte. Wenig später stellt sich heraus: Es ist ein kleiner Hund. Das Tier war wahllos vor einer Haustür ausgesetzt worden und so verängstigt, dass es sich im Garten hinter dem Schuppen versteckt hatte. Woher der Hund kam oder wem er gehörte, ist bis heute unklar.

Der verwahrloste Gizmo hinter dem Schuppen.
Als die Tierschützer Gizmo finden, ist er so verängstigt, dass er sich hinter einem Schuppen versteckt.
© Facebook/ friendsofrescueireland

Maden wuselten durch Gizmos Wunden

Beim Tierarzt zeigt sich dann jedoch, dass der Hund gechipt ist und den Namen Gizmo trägt. Hier wird auch das Ausmaß seiner Verwahrlosung deutlich. Gizmos Augen sind mit Kot verklebt, seine Hoden eitrig und auf die dreifache Größe geschwollen und Maden sitzen in den offenen Wunden. "Einfach schrecklich!", schreibt Friends of Rescue in ihrem Post.

Einen Tag später wird Gizmo für eine gründliche Untersuchung in Narkose gelegt. Denn die Haut des kleinen Kerlchens ist so wund, dass er sich kaum anfassen lässt. Eigentlich sollte der wohl 12-jährige Rüde auch gleich kastriert werden, doch da jeder Millimeter des Tieres hoch entzündet ist, wird die Operation verschoben.

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Noch etwas kamerascheu: Gizmo nachdem er beim Tierarzt das erste Mal geschoren und versorgt wurde.
© Facebook/ friendsofrescueireland

Neues Zuhause für Gizmo gesucht

Mittlerweile ist Gizmo zwar sein dreckiges Fell los, seine Vergangenheit wird aber noch weiterhin Teil von ihm sein. In einem Update-Post auf Facebook sucht die Organisation nun nach einem neuen Halter für den Rüden, der viel Geduld und Fürsorge mitbringen muss. "Wir brauchen einen Pfleger, der ihm auf seiner Reise hilft", schreibt Friends of Rescue, "der ihm erlaubt sich auszuruhen und sich zu erholen, bis er weiß, dass wir ihm nicht wehtun wollen."

Hoffentlich können die Tierschützer in ihrem nächsten Update über Gizmo die frohe Neuigkeit verkünden, dass der Kleine ein neues Zuhause gefunden hat. (jbü)

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