RTL News>News>

Giftanschlag an der TU Darmstadt: Was wir wissen - und was nicht

Vergiftete Milch aus Teeküche

Giftanschlag an der TU Darmstadt: Was wir wissen - und was nicht

Was wir wissen - und was nicht Giftanschlag an TU Darmstadt
04:47 min
Giftanschlag an TU Darmstadt
Was wir wissen - und was nicht

30 weitere Videos

Insgesamt sieben Menschen an der TU Darmstadt vergiftet

Am Montag sorgte ein Fall für Entsetzen und Verunsicherung: Der Giftanschlag in Darmstadt. Insgesamt wurden sieben Menschen an der Technischen Universität mit Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus eingeliefert – ein Student schwebte sogar in Lebensgefahr. Mehrere Trinkbehälter waren mit einem gesundheitsschädlichen Stoff versetzt und vermutlich im Laufe des vergangenen Wochenendes in einer Art Teeküche platziert worden.

Weswegen wird ermittelt?

Im Fall des Giftanschlags an der Technischen Universität Darmstadt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Mordes. Die Polizei richtete eine Mordkommission mit 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit dem Namen „Licht“ ein. Die Ermittlungen laufen derzeit auf Hochtouren und die Polizei tue alles, um zeitnah den oder die Verursacher zu ermitteln.

Um welchen Giftstoff handelt es sich?

Mehrere Milch-Packungen und Wasserbehälter sollen mit dem Gift versetzt worden sein. Dabei soll besonders der beißende Geruch der betroffenen Flüssigkeiten auffällig gewesen sein. Der Stoff führte dazu, dass sechs der Vergiftungsopfer mit Symptomen wie Unwohlsein und bläulichen Verfärbungen an Armen oder Beinen in Kliniken gebracht wurden. Ein 30-jähriger Student schwebte zwischenzeitlich sogar in Lebensgefahr.
Um welchen Giftstoff es sich genau handelt, möchte die Staatsanwaltschaft aber „aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht benennen, weil es sich um Täterwissen handelt.“
Mittlerweile wurden auch an anderen Orten in der Universität Gegenstände gefunden, die kontaminiert sein könnten.

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Wie geht es den Opfern?

Mittlerweile geht es allen Opfern des Giftanschlags besser. „Große Erleichterung!“, schrieb die Universität am Dienstagnachmittag in einer entsprechenden Twitter-Mitteilung. Der 30-jährige Student, der in Lebensgefahr schwebte, konnte offenbar nach kurzer Zeit stabilisiert werden, sodass auch die letzten beiden Betroffenen noch am Dienstag das Krankenhaus verlassen konnten. Bei den Vergifteten handelt es sich hauptsächlich um wissenschaftliche Mitarbeiter der TU Darmstadt , die sich im Gebäude L2|01 des Fachbereichs Material- und Geowissenschaften auf dem Campus Lichtwiese aufhielten.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt der externen Plattformtwitter, der den Artikel ergänzt. Sie können sich den Inhalt einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden. Weitere Einstellungenkönnen Sie imPrivacy Centervornehmen.

Was sind die Hintergründe?

Ein mögliches Motiv für den Giftanschlag ist bisher noch nicht ersichtlich. Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft Darmstadt den Fall übernommen. Sie ermittelt in alle Richtungen, muss aber vor allem die Befragung der Vergiftungsopfer abwarten. „Bei uns sind im Vorfeld keine Drohschreiben oder ähnliches eingegangen“, erklärte der Universitätssprecher Jörg Feuck gegenüber dem Spiegel. Ob die Opfer eine persönliche Verbindung zueinander haben, ob es Streitigkeiten im Vorfeld gab und ob es sich dabei um gezielte Opfer handelte, das ist bisher nicht bekannt. Die Polizei gibt aber Entwarnung:
Derzeit soll keine akute Gefahr mehr für Mitarbeiter oder Studierende bestehen. (npa)

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt der externen Plattformtwitter, der den Artikel ergänzt. Sie können sich den Inhalt einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden. Weitere Einstellungenkönnen Sie imPrivacy Centervornehmen.