Gesundheitslexikon: Magen

14. Dezember 2016 - 10:27 Uhr

Gesunder Magen – gesunde Verdauung

Der Magen ist Bestandteil des menschlichen Verdauungssystems. Nachdem das Essen vorgekaut wurde, gelangt es über die Speiseröhre zuerst in den Magen, wo es durch die Magensäure vorverdaut wird. Dabei werden auch möglicher Weise schädliche Bakterien vernichtet. Ist die Nahrung genügend zersetzt, gelangt sie über den Pförtner in den Zwölffingerdarm, wo sie weiter verarbeitet wird. Ein gesunder Magen ist für die optimale Verdauung sehr wichtig.

Wie funktioniert der Magen?

Der menschliche Magen ist im Gegensatz zu beispielsweise jenem von Kühen einhölig – er hat also nur eine Kammer. Er besteht aus einer Schutzschicht, einer Muskelschicht, um die Nahrung peristaltisch weiter zu bewegen, aus der Bindegewebsschicht, die für die Durchblutung sorgt und aus der faltigen Magenschleimhaut im Inneren des Magens. In dieser befinden sich die Magensäure produzierenden Drüsen. Diese produzieren im Grundzustand ungefähr 10 Milliliter Säure pro Stunde. Wenn Sie Mahlzeiten zu sich nehmen, können es schon bis zu 1000 Milliliter pro Stunde sein. Magensäure ist äußerst effizient. Sie enthält Salzsäure zersetzt Ihre Nahrung. Ein menschlicher Magen hat ungefähr 1,5 Liter Fassungsvermögen. Die eigentliche Verdauung der Nahrung findet danach im Darm statt. Im Magen werden zunächst hauptsächlich Proteine in Polypeptidketten zerlegt. Fette und Kohlehydrate passieren den Magen nahezu ohne bearbeitet zu werden.

Magenerkrankungen

Die Wahrscheinlichkeit, einmal im Leben eine der vielen unterschiedlichen Magenerkrankungen zu erleiden, ist recht groß. Magen-Darm-Infekte, Gastritis oder Refluxerkrankungen, bei denen Magensäure in die Speiseröhre gelangt, gehören noch zu den Harmloseren. Ebenfalls recht häufig können Magengeschwüre auftreten. Ursache ist in den meisten Fällen ein falsches Verhältnis zwischen Magensäure und den Schutzmechanismen der Magenschleimhäute. Auch Magenblutungen kommen recht häufig vor – oft als Begleiterscheinungen von Magengeschwüren. Sie können ihre Ursache jedoch auch in einer Gastritis oder in Krampfadern in der Magen-Bindegewebsschicht haben. Von einem Reizmagen, auch funktionelle Dyspepsie genannt, spricht man, wenn chronische Magenbeschwerden und Schmerzen auftreten, für die keine eigentliche Ursache gefunden werden kann. Brechreiz, Magenkrämpfe, Übelkeit, Sodbrennen und Appetitlosigkeit sind einige der Symptome, die ein Reizmagen verursachen kann.

Diagnose durch Magenspiegelung

Haben Sie über einen längeren Zeitraum hinaus Magenbeschwerden, sollten Sie unbedingt einen Arzt konsultieren. Sollte die Ursache nicht auf andere Art festgestellt werden können, wird man eine Magenspiegelung oder Gastroskopie durchführen müssen. Bei dieser Untersuchungsmethode können das Innere des Magens und auch die Speiseröhre angesehen sowie Gewebeproben entnommen werden. Anhand dieser Untersuchung wird Ihr Krankheitsbild festgestellt und eine Behandlung abgestimmt.

Schonen Sie Ihren Magen

Wenn Sie einen gereizten Magen haben, können Sie durch bewusste Ernährung für Linderung sorgen. Vor allem Nahrung mit hohem Fettgehalt beansprucht den Magen stark. Auch auf Alkohol und Zigaretten sollten Sie bei Reizmagen verzichten. Unterstützen Sie Ihren Magen besser durch den Verzehr von Bananen. Gut zerkaut legt sich der Brei wie eine Schutzschicht über die Magenschleimhäute. Auch Fenchel trägt durch seine ätherischen Öle dazu bei, einen nervösen Magen zu beruhigen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.