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Verdauung

Verdauung: ein komplexes Zusammenspiel von inneren Organen zur optimalen Verwertung der Nahrung. Beteiligt sind Magen, Darm, Leber und Galle sowie die Zähne.

Verdauung picture alliance / dpa Themendienst | Christin Klose

Die Verdauung der Nahrung, die wir zu uns nehmen, wird durch innere Organe erledigt, die jeweils spezifische Aufgaben erfüllen. Der Verdauungsapparat ist komplex strukturiert und dient dazu, die lebenswichtigen Nährstoffe für den Organismus herauszufiltern und aufzunehmen. Das sind zum einen Eiweiß, Fette und Kohlenhydrate, die Energie spenden, zum anderen aber auch Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die im Stoffwechsel und Immunsystem unterschiedlich zum Einsatz kommen.

Verdauung fängt im Mund an

Auch wenn die Verdauung in der Meinung vieler nur auf den Magen-Darm-Trakt reduziert zu sein scheint, beginnt sie im Mund. Mithilfe der Zähne und des Speichels wird die Nahrung bereits zerkleinert und somit optimal auf die Passage durch Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm, Dünndarm, Dickdarm bis zum Enddarm vorbereitet. Der Speichel wird in den Speicheldrüsen unterhalb des Ohres, der Zunge und des Kiefers gebildet. Oft resultieren Verdauungsbeschwerden daraus, dass die Nahrung zu hastig geschluckt und nicht richtig gekaut wurde.

Magen-Darm-Trakt und mehr

Nach dem Hinunterschlucken wird der Nahrungsbrei durch die Magen-Darm-Passage des Körpers geleitet. Die Bewegungen des Magens beziehungsweise Darms, die die Nahrung weitertransportieren, werden als Peristaltik bezeichnet. Nährstoffe werden aufgenommen, Wasser entzogen. Im Magen kommt der Magensäure eine Hauptaufgabe bei der Zersetzung der Nahrung zu. Die Aufnahme der Nährstoffe wird vor allem im Zwölffinger- und im Dünndarm umgesetzt. Auch die Leber und die Galle sind durch ihre Stoffwechselaktivitäten, unter anderem durch das Produzieren des Gallensaftes, daran beteiligt, dass die Nahrung optimal verarbeitet werden kann.

Verdauungsprobleme

Verdauungsstörungen können unterschiedliche Ursachen haben und sind oft auch den Zivilisationskrankheiten zuzuordnen. Viele Beschwerden sind darauf zurückzuführen, dass zu viel und zu hastig, zu fett, zu süß, zu scharf oder zu kalorienreich gegessen wird. Auch eine zu geringe Trinkmengen behindert die Nahrungsverarbeitung häufig. Weitere Verdauungsstörungen kommen aufgrund von Allergien oder Unverträglichkeiten zustande. Eine klassische Allergie ist die Nussallergie. Verdauungsspezifische Unverträglichkeiten sind beispielsweise die Lactose-, die Fructose- und die Histaminunverträglichkeit. Auch Vergiftungen oder verdorbene Nahrung sowie Infektionen (etwa der Noro-Virus) beeinflussen die Verdauung negativ. Zudem sind Nikotin und Alkohol oft ungünstig für die Verdauung.