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Gericht in Spanien: Mann forderte Oralsex als Bezahlung für geliehenes Geld - keine Nötigung!

Unfassbar-Urteil zu Blowjobs in Spanien

Gericht bestätigt: Mann durfte sich 15.000 Euro Schulden durch Oralsex begleichen lassen

Frau öffnet ihrem Partner die Hose
In Spanien sprach der höchste Gerichtshof ein Urteil zu Oralsex. (Symbolfoto)
nd3000, iStockphoto

Spanien: Frau verklagte Mann wegen Forderung nach Oralverkehr

Ein Mann, der seiner ehemaligen Schwägerin 15.000 Euro lieh, durfte sich seine Schulden in Form von Oralverkehr begleichen lassen. Dieses mit Spannung erwartete Urteil fällte am Montag der spanische Verfassungsgerichtshof . Die betroffene Frau hatte zuvor geklagt, sie fühlte sich von ihrem Ex-Schwager bedroht. Sogar eine Ministerin hatte sich in den kontroversen Fall eingeschaltet.

Frau und ihr Ex-Schwager hatten fünf Mal Oralsex im Auto

Begonnen hatte der Streit zwischen der Frau und dem Bruder ihres Ex-Mannes bereits im September 2019. Geplagt von großen finanziellen Problemen, bat die Mallorquinerin ihren ehemaligen Schwager damals um Hilfe. Dieser zeigte sich hilfsbereit und lieh der 38-Jährigen 15.000 Euro – doch dann stellte er plötzlich zusätzliche Forderungen!

Bereits nach wenigen Tagen soll er die Frau gebeten haben, ihm doch zwei bis drei Blowjobs pro Woche zu geben – als Gegenleistung für das geliehene Geld. Laut der Anklage trafen sich die beiden tatsächlich fünf Mal und hatten dabei im Auto des Angeklagten Oralverkehr.

Spanien: Mutmaßliches Opfer fühlte sich von Gläubiger bedroht

Mit der Zeit habe sich die Frau allerdings mehr und mehr von ihrem ehemaligen Schwager bedroht gefühlt, heißt es in der Anklageschrift. Er werde sie „zu einer Hure machen, solange die Schuld besteht“, soll der Angeklagte der Frau gesagt haben. Und: „Ich kann aggressiv und rachsüchtig sein. Ich kenne keine Gnade. Daran solltest du nicht zweifeln.“

In den darauffolgenden Wochen habe er sie immer wieder mit Anrufen belästigt. Am 3. Januar soll schließlich ein Brief des ehemaligen Schwagers bei dem mutmaßlichen Opfer eingegangen sein. Darin habe er die Frau beschimpft und gedroht, sie anzuzeigen, sofern sie nicht auf seine Forderungen eingehe.

Daraufhin beschloss die Frau offenbar, sich rechtlich zu wehren. Die Mallorquinerin zeigte ihn wegen sexuellen Missbrauchs an, die Staatsanwaltschaft erhob schließlich Anklage wegen Nötigung.

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Gleichstellungsministerin kritisierte erstes Urteil

Das zuständige Gericht wies die Klage allerdings ab. Die bisherigen sexuellen Leistungen der Frau seien mit freier Zustimmung erfolgt, urteilten zuständigen Richter.

Dieses Urteil hat nun auch nach der Berufung vor dem höchsten spanischen Gericht Bestand. Der höchste Gerichtshof bestätigte das vorherige Urteil. Wichtig: Die Richter prüften dabei nicht, ob Oralverkehr als Bezahlung grundsätzlich zulässig ist, sondern lediglich, ob sich der Angeklagte in diesem Fall der Nötigung schuldig gemacht hatte.

Das Urteil war mit Spannung erwartet worden. Zuvor hatte sich sogar Irene Montero, die spanische Ministerin für Gleichstellung, in die Debatte eingemischt. Via Twitter hatte Montero die erste Gerichtsentscheidung zugunsten des Angeklagten kritisiert. Zur Bestätigung des Urteils äußerte sich die 33-Jährige bisher noch nicht. (jda)

 December 11, 2021, Malaga, Spain: Spanish Equality Minister, Irene Montero speaking, during a political meeting at Congress and Fair Palace..Several ministers and members from the Spanish left wing party, Podemos have participated in a meeting to ad
Irene Montero hatte das Urteil via Twitter kritisiert.
www.imago-images.de, imago images/ZUMA Wire, Jesus Merida via www.imago-images.de