Frauen konnten nicht fliehen - Verdächtiger vor Gericht

Eingeschnürt und vergewaltigt: Bondage-Fotograf soll Models missbraucht haben

Garth Knight macht diese Art von Bondage-Kunst.
© Instagram, Garth Knight

28. September 2020 - 9:43 Uhr

Eingeschnürt und vergewaltigt

Er soll sie eingeschnürt, Fotos gemacht und sie dann sexuell missbraucht haben, als sie wehrlos in den Seilen hingen: Bondage-Fotograf Garth Knight aus Australien soll zwei Models mit denen er zusammenarbeitete, sexuell missbraucht haben. Ein Vorfall ereignete sich 2005 in einem Warenhaus in Surry Hills an einer 35-Jährigen. Der zweite sechs Jahre später in einem Haus in Waterloo an einem 33-jährigen Opfer. Nun steht der mutmaßliche Vergewaltiger vor Gericht.

Keine Möglichkeit zu fliehen

Garth Knight soll wegen Geschlechtsverkehrs ohne Einwilligung und schwerer sexueller Gewalt angeklagt worden sein. Seine mutmaßlichen Opfer soll er der Freiheit beraubt haben, in dem er sie erst in seine Kunstwerke einband, ehe er sie vergewaltigte. Der 48-Jährige sitzt seitdem die Vorwürfe gegen ihn geltend gemacht wurden, in Haft. Sein Verteidiger hatte für eine Geldstrafe plädiert. Mit einer der Frauen habe er vor dem Fotoshoot bereits sexuellen Kontakt gehabt. Mit dem zweiten Opfer habe er die Möglichkeit vor dem Treffen angesprochen. Der Richter ließ sich jedoch nicht auf die Strafminderung ein. Der Angeklagte müsse in Untersuchungshaft bleiben. Für den Fall einer Verurteilung droht Garth Knight eine langjährige Haftstrafe.

Erotische Seilkunst

Garth Knight habe zahlreiche Bilder seiner Arbeit auf Instagram gepostet – sowohl mit männlichen als auch mit weiblichen Models. Die Ermittler sollen inzwischen einen Aufruf für eventuelle weitere Opfer gestartet haben, heißt es in einem australischen Medienbericht. "Die Polizei in New South Wales nimmt Vorwürfe sexuellen Missbrauchs sehr ernst", sagte Ermittler Rod Hart. "Ich kann jedem in der Gemeinde, der zum Opfer sexueller Gewalt geworden ist und das Gefühl hat, sich nicht melden zu können, nur raten, sich bitte zu melden." Für die erotische Fesselkunst "Shibari" habe er nicht nur Seile sondern auch andere Materialien genutzt – auch in Ausstellungen seien eingeschnürte Models ausgestellt gewesen.