Intensive Kosten

Fünfstellige Summe! So teuer ist die Behandlung beatmeter Patienten

Corona-Patient liegt auf der Intensivstation.
Corona-Patient liegt auf der Intensivstation.
© dpa, Ole Spata, ole sab sto geh tba pil bum

06. Dezember 2021 - 11:10 Uhr

Hohe Kosten auf der Corona-Intensivstation

Dass die Behandlung von Corona-Patienten auf Intensivstationen enorm viel Geld kostet, ist natürlich kein Geheimnis. Aber wie hoch diese Summe pro Patient tatsächlich ist – damit rechnen sicher die wenigsten. Nach übereinstimmenden Angaben von Krankenkassen und Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen fallen für die entsprechende Versorgung dieser Menschen regelmäßig Kosten in fünfstelliger Höhe an.

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Pro Patient über 30.000 Euro Kosten

Die Intensivbehandlung kostet täglich etwa 1500 bis 3000 Euro, so Andreas Weichert, der Referatsleiter Krankenhausfinanzierung der Landeskrankenhausgesellschaft. Mehrere Intensivmediziner hatten die durchschnittliche Liegezeit von Covid-Patienten auf Intensivstationen auf zwei bis drei Wochen geschätzt.

Sprecher der AOK Plus und der Barmer erklärten, die Krankenkassen bezahlten im Durchschnitt etwa 32.000 bis 33.000 Euro für die Behandlung eines invasiv beatmeten Corona-Patienten auf einer Intensivstation. Ohne invasive Beatmung zahlten die Kassen etwa 8.000 Euro.

ARCHIV - 11.11.2021, Thüringen, Gera: Ein Patient liegt in einem Krankenzimmer auf der Covid-19 Intensivstation im SRH Waldklinikum. (zu dpa: «Teils zehntausende Euro für Intensivbehandlung von Corona-Patienten») Foto: Bodo Schackow/dpa-zentralbild/d
Über 30.000 Euro hohe Kosten entstehen für die Intensivbehandlung von Covid-Patienten.
© dpa, Bodo Schackow, bod flm

Grundsätzlich könne die Höhe der Kosten je nach Krankheitsverlauf, Schwere der Erkrankung oder Dauer der Behandlung stark variieren, hieß es von der Barmer. "Der Aufwand für die Behandlung schwer erkrankter Corona-Patienten ist wesentlich höher als beispielsweise der Aufwand für onkologische Patienten beziehungsweise für die Versorgung von Unfallopfern", erklärte Weichert.

Dies liege zum Beispiel daran, dass besonders viel Personal gebraucht werde, wenn Patienten vom Rücken auf den Bauch gedreht werden müssen. Zudem müssten behandelnde Pfleger und Ärzte sehr aufwendige Schutzmaßnahmen ergreifen, um sich selbst vor einer Corona-Infektion zu schützen. Die entstehenden Kosten seien besonders hoch, wenn die Patienten künstlich beatmet werden müssen. (dpa/dbö)

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